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Negative Entwicklung betrifft nur den kaufmännischen Bereich

Ausbildungsmarkt im Bezirk der IHK Köln zeigt zweigeteiltes Bild

Köln/Oberberg - Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Köln ist zum Ende des Berichtsjahres der Arbeitsagenturen zweigeteilt. Zunächst gibt es einen leichten Rückgang bei den eingetragenen Ausbildungsverträgen: Insgesamt wurden bis zum Stichtag 30. September 2017 genau 8.372 Ausbildungsverträge in das Register der IHK Köln eingetragen. Dies sind 94 Verträge und damit 1,1 % weniger als im vergangenen Jahr. Diese Entwicklung gilt jedoch nicht für alle Berufe.

„Interessant ist, dass die negative Entwicklung nur den kaufmännischen Bereich betrifft. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in industriell-technischen Berufen steigt im IHK-Bezirk seit Jahren stetig an“, sagt Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln. „Daher spiegeln die Ausbildungszahlen natürlich auch Branchenentwicklungen wider. In Bereichen, die insgesamt keine Stellen aufbauen, wird auch weniger ausgebildet“, erläutert Meier.

Regional ist die Entwicklung unterschiedlich: In der Stadt Köln liegt der Rückgang bei insgesamt 1,8 % (87 Verträge), der Rhein-Erft-Kreis verzeichnet ein Minus von ebenfalls 1,8 % (23 Verträge) und im Oberbergischen Kreis sank die Zahl der neuen Verträge um 1,5 % (16 Verträge). In der Stadt Leverkusen liegt man leicht im Plus mit 0,4 % (drei Verträge) und der Rheinisch-Bergische-Kreis schloss mit einem guten Zuwachs von 4,7 % (29 Verträge) ab.

Duale Berufsausbildung mit großem Potenzial
Die Zahlen bestärken die IHK Köln, weiterhin für die Duale Berufsausbildung zu werben. Eltern, Lehrer und junge Leute sollen noch stärker von den Vorteilen einer Berufsausbildung überzeugt werden. „Wir gönnen allen jungen Leuten das Abitur und natürlich auch ein abgeschlossenes Studium. Wichtig ist allerdings, dass es für den Einzelnen die richtige Entscheidung ist. Die hohe Zahl an Studienabbrechern zeigt, dass hier noch viel Potenzial ist“, stellt Meier klar. Eine Berufsausbildung ist nach jedem Schulabschluss ein idealer Einstieg in die Arbeitswelt und von Anfang an mit Unabhängigkeit und Selbstbestimmung verbunden. Nach einer Berufsausbildung kann eine berufliche Fortbildung als Meister oder Fachwirt, aber auch ein akademisches Studium, aufgesattelt werden. Beide Möglichkeiten sind mit guten Berufs- und Gehaltsaussichten verknüpft. „Die Duale Ausbildung ist ein solides Fundament für die Karriere. Ganz gleich, für welchen weiteren Weg man sich entscheidet“, sagt Christopher Meier.

Gezielte Ansprache, attraktive Angebote
Die IHK Köln wird ihre Kampagne für die Duale Ausbildung unter dem Hashtag #ichwerdewas im kommenden Jahr ausweiten und ihre Rekrutierungskonzepte, wie das größte Azubi-Speed-Dating Deutschlands, die Recruiting Days oder Informationsabende für interessierte Eltern gezielt einsetzen. Daneben werden Kooperationen mit Schulen verstärkt. „Freie Ausbildungsplätze auf der einen Seite und Studienabbrecher auf der anderen Seiten können nur durch eine optimale Berufsorientierung für junge Leute und deren Eltern reduziert werden“, so Meier. (red.-02.11.2017 15:10)


 


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