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20 Jahre Vürhang op - „Döner, Durst und Dosenwurst“

"Häute Döner im Sonda-Angebot"

v.l. Friseurin Gitti (Dagmar Hombach) hat ihre liebe Not mit der männerfreudlichen Metzgereifachverkäuferin Edeltraut (Ingrid Diederich) und liebäugelt ein bisschen mit Joe (Carsten Stockburger), Inhaber des Tattoo- und Fitnessstudios "Black Sundance".
Morsbach - Zur langen Nacht in Morsbach eröffnet der temperamentvolle Erkan einen Dönerladen in teils recht spießiger Nachbarschaft. Damit nimmt das urkomische Chaos seinen Lauf, und die Schauspieler starten einen massiven Angriff auf das Zwerchfell der Zuschauer. Nach Erkans Einweihungsparty, zu der er "Tüten von Mustafa, ganz legal geklaut in Afghanistan" spendiert, findet er zwei Leichen. Die Nachbarn rücken in Sorge zusammen und das Publikum biegt sich vor Lachen.

Doch zuvor hat Erkan mit der resoluten und auf Männer jeder Art fixierten Fleischerfachverkäuferin Edeltraud zu kämpfen, die wiederum gewaltig mit Fremdwörtern im Clinch liegt. Gitti vom Friseursalon „Hair-Killer“ rauft sich wegen der zahlreichen unzufriedenen Kunden - und nicht zuletzt wegen Edeltrauts Geplapper die Haare. Allem voran treibt sie aber die querulante Rektorin Dr. Gesine Wohlwinder-Niedermüller oder wir Erkan sagt, die Schul-Tussi auf die Palme. Und eben jene macht dem behäbigen Polizisten Edgar, der nur auf Pausen und seinen vorzeitigen Ruhestand schielt, das Leben schwer.

Schwer haben es auch die Bauersleute Magda und Karl Häberle, die ihren altledigen, schrulligen Sohn August nicht unter die Haube kriegen. Frauen sind ihm scheinbar unheimlich. Was auch immer seine Eltern unternehmen, um ihn umzustimmen, scheitert. August widmet sich lieber seinem Strickzeug.

Relaxt durchs Leben geht dagegen der schräge Vogel Joe, Inhaber des Tattoo- und Fitnessstudios "Black Sundance". Seine Coolness gerät jedoch ins Wanken, als er einen fatalen Fehler begeht. Gut, dass die pfiffige Bäuerin Magda Häberle den Überblick behält und alles aufklären kann. Denn der Rest der Partygäste kann sich nach dem Alkohol- und Drogenrausch zur langen Nacht an nichts mehr erinnern.

Laiendarsteller ernten Lachsalven und Standing Ovation zur Premiere

Mit dem Schwank „Döner, Durst und Dosenwurst“ von Bernd Gombold haben die Laiendarsteller von „Vürhang op“ und Regisseurin Marlies Roth wieder einmal ins Schwarze getroffen. Das Stück hat Lachsalvengarantie und wurde heute Abend im Gertrudisheim zur Premiere grandios auf die Bühne gebracht.

Uwe Mauelshagen als Erkan ist schon optisch ein Volltreffer und in jeder Szene erheiternd. Als coole Friseurin Gitti nimmt Dagmar Hombach die Kundenschelte und das Chaos um sich herum mit kessen Sprüchen auf die leichte Schulter. Aus fast dem gleichen Holz geschnitzt ist Joe, Inhaber des Tattoo- und Fitnessstudios "Black Sundance", eine Rolle, die Carsten Stockburger auf den Leib geschneidert ist.

Ingrid Diederich als Fleischerfachverkäuferin Edeltraud bringt das Publikum vom gewollten Fremdschämen bis zum Kichern und Aufkreischen in beste Stimmung.

Gut gespielt nervtötend und abgehoben ist Anna Becher als nörgelnde Grundschuldirektorin Dr. Gesine Wohlwinder-Niedermüller, die gerne ihren Anwalt konsultiert und sich mit dem Polizisten Edgar (Szenenapplaus-Garant Horst-Jürgen Kaufmann), den sie als Strafzettel-Sherlock-Holmes oder Parkplatz-Wachhund beschimpft, bissige Wortgefechte liefert. Der Oberwachtmeister gerät in einen Taumel, der seinen Beamtenschlaf in einen Albtraum verwandelt. Erst als sich der Nebel lichtet, ruft er erleichtert aus: „Elke, ich komme!“

Der dusselige August Häberle wird herrlich dargestellt von Norbert Kötting. Man ist geneigt, das Riesenbaby in den Arm zu nehmen. Doch dann kommt alles anders. Augusts Vater Karl Häberle, überzeugend gespielt von Karl-Josef Reifenrath, versucht mit einem gerüttelt Maß an Bauernschläue aus jeder Situation das Beste zu machen und möglichst noch einen Profit herauszuschlagen. Seine blitzgescheite Frau Magda, von Brigitte Kötting sympathisch in Szene gesetzt, liebt eher die leisen Töne, wirkt zurückhaltend, behält aber als Einzige den Durchblick.

Das Theaterstück „Döner, Durst und Dosenwurst“ ist die perfekte Wahl zum Jubiläum der Morsbacher Theatergruppe „Vürhang op“, die eine 32-seitige Festschrift zum 20-jährigen Bestehen der Theatergruppe gratis an die Zuschauer verteilt hat. In der Schrift werden alle aufgeführten Theaterstücke nochmal in Erinnerung gerufen und das aktuelle Ensemble sowie der neue Schwank vorgestellt, den man unbedingt erlebt haben muss. Morsbachs Bürgermeister Jörg Bukowski, der zum Jubiläum eine kurze Ansprache gehalten hat, zeigte sich nach der Aufführung begeistert. „Wir haben alles gesehen, was wir sehen wollten.“ (Gina Barth-Muth-10.11.2017 23:01)


„AFTER-THEATER-PARTY“

Nach beiden Samstags-Aufführungen ist zum ersten Mal eine „AFTER-THEATER-PARTY“ im Bistro „Alt-Morsbach“ geplant, zu denen alle Zuschauer und Theaterfreunde recht herzlich eingeladen sind.







Als unzufriedene Kundin von „Gitti“ ist die neunzigjährige Franziska Vierbücher auf der Bühne, die in all den Jahren kein Theaterstück von „Vürhang op“ ausgelassen hat.






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