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Teilerfolg für den Artenschutz

Windräder werden nicht gebaut

Das Schwarzstorchvorkommen zwischen Friesenhagen, Morsbach und Reichshof ist mit den Windkraftplänen nicht vereinbar. Das Archivfoto zeigt junge Schwarzstörche im Horst. (Foto: C. Buchen)
Morsbach/Reichshof/Friesenhagen - Die beiden Windindustrieanlagen in den Friesenhagener Gemarkungen westlich des Hofes Schönbach und südlich des Forsthauses Mohrenbach sowie unmittelbar an den Gemeindegrenzen zu Morsbach und Reichshof gelegen, werden nicht gebaut. Dies nimmt die Bürgerinitiative (BI) Wildenburger Land erfreut zur Kenntnis und bezieht sich dabei auf ein Schreiben der Kreisverwaltung Altenkirchen vom 23. Februar 2018.

Darin heißt es wörtlich: „Unter Bezugnahme auf die mit Vertretern der Bürgerinitiative geführten Gespräche teilen wir Ihnen mit, dass die Windpark Morsbach GmbH & Co. KG den vorbezeichneten Antrag auf Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von zwei Windenergieanlagen in Friesenhagen nicht mehr weiterverfolgt und mit Schreiben vom 18.02.2018 zurückgenommen hat.“

Dass die beiden Bauanträge vom 31.01.2015 der Tochtergesellschaft der Fa. Altus aus Karlsruhe von der Antragstellerin nun nach drei Jahren zurück genommen wurden, dazu hat auch das umfangreiche, 182seitige Artenschutzgutachten des Ornithologen Christoph Buchen (Morsbach) und des Biologielehrers Horst Braun (Steeg) beigetragen, das im Dezember 2017 an die Kreisverwaltung Altenkirchen, die Bürgermeister von Friesenhagen, Kirchen sowie an die zuständigen Naturschutzbehörden überreicht worden ist.

Die beiden Sprecher der BI Wildenburger Land, Christoph Gehrke und Udo Otterbach, vermuten, dass die Artenschutzsachverhalte sehr bedeutend sind und die Windpark Morsbach GmbH dazu bewogen hat, ihre Planungen nicht mehr weiter zu verfolgen. Die BI-Sprecher betonen, dass sowohl rund 100 Gewährsleute aus den Gemeinden Friesenhagen, Morsbach und Reichshof den Autoren des Artenschutzgutachtens wertvolle Hinweise gegeben haben, als auch rund 1.200 Bürger per Unterschrift gegen die Genehmigung von Windindustrieanlagen im Wildenburger Land protestiert haben. Allen gilt, so die BI, großer Dank für die Unterstützung.

Die BI sieht aber in der Rücknahme der beiden Bauanträge nur einen Teilerfolg, sind doch insgesamt 18 Windindustrieanlagen mit einer Höhe von 200 Metern im Wildenburgischen geplant. „Wir werden weiterhin zusammen mit der Bürgerschaft präsent sein und permanent vor Ort weiter nach planungssensiblen Tierarten Ausschau halten und diese wissenschaftlich dokumentieren lassen“, so die BI-Sprecher. „Die Ergebnisse werden in Zukunft wieder den zuständigen Behörden in Form von Fortschreibungen des Artenschutzgutachtens überreicht“, verspricht die BI, die grundsätzlich gegen jegliche Form von Windindustrieanlagen ist und mit Sachargumenten gegen die Genehmigung derartiger Anlagen in den Hatzfeldt`schen Wäldern vorgeht. (red.-26.02.2018 09:58)



 


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