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PD Dr. Christian Probst übernimmt Klinik von Dr. Walter Schäfer

Unfallchirurgie in neuen Händen

(v.r.): Privatdozent Dr. Christian Probst übernimmt die Leitung der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie zusammen mit den Departementleitern Thorsten Franz, Jan Hohbach und Ralf Schmidt (l.) von Dr. Walter Schäfer (2.v.l), der von Geschäftsführer Sascha Klein in den Ruhestand verabschiedet wurde. (Foto: Klinikum Oberberg)
Gummersbach - Präpariert mit einem Entlassbrief ging Dr. Walter Schäfer, Chefarzt und Ärztlicher Direktor am Klinikum Oberberg, am 28. Februar in den Ruhestand. Nach über 30-jähriger stationärer Behandlung werde der Patient Dr. Walter Schäfer nun in die häusliche Obhut seiner Frau Barbara gegeben.

Prof. Dr. Joachim Windolf, Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie stellte seinem Gummersbacher Kollegen den Brief aus im Rahmen der Verabschiedung des langjährigen Klinikdirektors der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Hand-, Fuß- und Wiederherstellungschirurgie und der Einführung seines Nachfolgers PD Dr. Christian Probst.

Therapie-Empfehlung: Regelmäßige Reisen. Empfohlene Medikation: 200 bis 400 ml Kölsch - je nach Beschwerden. Mit humorvollen Worten, geprägt von Respekt und Dank für die Verdienste von Dr. Schäfer um das Klinikum Oberberg verabschiedeten Landrat Jochen Hagt, Krankenhausgeschäftsführer Sascha Klein und der Ärztliche Direktor Dr. Peter Vacha den 67-Jährigen während einer Feierstunde im Festsaal des Kreiskrankenhauses Waldbröl.

Landrat Jochen Hagt, Vorsitzender von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Klinikums, würdigte die Entwicklung der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie von einer 48-Betten-Abteilung hin zu einer Klinik mit heute 125 Betten an den beiden Standorten in Gummersbach und Waldbröl. Er erinnerte daran, dass Dr. Schäfer die Klinik zu einem regionalen Traumazentrum entwickelt habe, innovative Operationsmethoden in Gummersbach eingeführt habe und vor allem auf dem Gebiet der Handchirurgie der Klinik zu Renommee weit über die Grenzen Oberbergs verholfen habe. Dr. Schäfer hat nahezu 200 Fachärzte ausgebildet, von denen 13 heute Chefärzte sind.

Die gut aufgestellte Klinik und ihr hervorragendes Team übernimmt nun der gebürtige Oberschwabe Privatdozent Dr. Christian Probst, der vom Unfallklinikum Köln-Merheim nach Oberberg wechselt. Der 44-jährige Mediziner weist eine beeindruckende Vita auf: Medizinstudium in Heidelberg (Physikum), Staatsexamen, Promotion und Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover, Habilitation und Lehrstuhl Orthopädie und Unfallchirurgie an der Uni Witten/Herdecke in Köln-Merheim, in Merheim Erwerb der Zusatz-Weiterbildung Spezielle Unfallchirurgie. Dr. Probst war in Merheim unter anderem als Leiter des Alterstraumazentrums Köln und Koordinator des Traumanetzwerkes Köln tätig. In seiner Funktion als Koordinator des überregionalen Traumazentrums knüpfte Dr. Probst auch Kontakte nach Oberberg. Am Klinikum Oberberg stehen ihm künftig drei Departement-Chefs zur Seite.

Neben Dr. Ralf Schmidt, der bereits seit vier Jahren das Departement Endoprothetik leitet, kümmern sich Dr. Schäfers langjähriger Stellvertreter Jan Hohbach um das Departement Handchirurgie, und Thorsten Franz übernimmt die Leitung des Departements Unfallchirurgie und Orthopädie am Kreiskrankenhaus Waldbröl. „Um das breite Leistungsspektrum auf hohem Niveau zu sichern, findet diese Spezialisierung statt“, erläuterte Geschäftsführer Sascha Klein. Er bezeichnete Dr. Probst als die „ideale Besetzung“ für die Gesamtleitung der Klinik, da er unkonventionell denken könne und über die Kraft verfüge, die anstehenden Aufgaben durchzusetzen.

„Die Leitung einer so großen, an zwei Standorten operierenden Abteilung, wird viel Organisationstalent brauchen“, gab der Ärztliche Direktor Dr. Peter Vacha seinem neuen Kollegen mit auf den Weg und bot ihm die Unterstützung der Chefärzte an. Dr. Probst freut sich auf die neuen Aufgaben: „Ich bin dankbar, dass es gelungen ist, das Team zu erhalten und vertraue darauf, dass wir die Abteilung in guter kollegialer Zusammenarbeit weiterentwickeln werden.“ (red.-01.03.2018 18:43)



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