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Jubiläumsausstellung des Kunstvereins Nümbrecht im Haus der Kunst

Zopf ab, Gold oben

Zopf ab, Gold oben (Foto: Privat)
Nümbrecht - Zu seinem 30jährigen Bestehen macht der Kunstverein Nümbrecht sich und der ganzen Region ein tolles Geschenk. Mary Bauermeister zeigt ihre bundesweit viel beachtete Ausstellung „Zopf ab, Gold oben!“ vom 1. bis 23. Juni im Haus der Kunst. Die Ausstellung wird aus dem besonderem Anlass bereits am Samstag, dem 1. Juni, um 16 Uhr eröffnet. Zur Ausstellungseröffnung sprechen die 1. Vorsitzende des Kunstvereins, Birgit Ludwig-Weber, Dr. Dieter Fuchs, Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland a.D. und die Künstlerin Mary Bauermeister.

„Die ursprüngliche Fahne des Hambacher Festes war: Schwarz unten, Rot Mitte, Gold oben - wurde aber von den reaktionären politischen Kräften nicht geduldet und kehrte dann in „falscher“ Reihenfolge wieder zurück. Seitdem lastet: „schwarz oben“ auf Deutschland - auf unserer aller Schulter. Dieses Joch gilt es wieder abzulegen“, so sieht es Mary Bauermeister und flicht die deutsche Fahne zu einem überdimensionalen Zopf. Der schlingt sich durch den Raum, bis am Ende die Farben umgedreht sind: Gold ist wieder oben und kündet wie einst von einer neuen Gesinnung - der Zopf ist ab!

Alte Zöpfe abzuschneiden, daran war Mary Bauermeister immer gelegen. Ihre „Prä-Fluxus“- Aktivitäten trugen erheblich zur Entwicklung von „Fluxus“ in Deutschland bei, einer Form der Aktionskunst, eine Bewegung unter Künstlern gegen die elitäre Hochkunst und der Versuch, neue kollektive Lebensformen zu schaffen.

1962 hatte Bauermeister ihre erste Einzelausstellung im Amsterdamer Stedelijk Museum mit Arbeiten der Jahre 1958 bis 1962 und gleichzeitiger, ganztägiger Aufführung elektronischer Musikstücke unter der Leitung des Komponisten Karlheinz Stockhausen und anderen Komponisten. Im Oktober 1962 reiste sie, angezogen durch die vitale „Pop Art“, nach New York. Im Künstlerkreis von „Pop Art“, „Nouveau Réalisme“ und „Fluxus“ pflegte sie Freundschaften mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. In New York feierte Bauermeister beachtliche künstlerische Erfolge. Von der zweidimensionalen Zeichnung entwickelte sich das Werk Bauermeisters zunehmend in den Raum hinein - über Relief- und Materialbilder gelangte sie schließlich zu den sogenannten Linsenkästen, der wohl geheimnisvollsten Werkgruppe der Künstlerin. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Rösrath bei Köln.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, dem 1. Juni, um 16:00 Uhr im „Haus der Kunst“, Jakob-Engels-Straße 2 in Nümbrecht (Tel. 02293-6733), lädt der Kunstverein herzlich ein. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten der Ausstellung: mittwochs bis freitags 16:00 - 18:00 Uhr, samstags und sonntags 15:00 - 18:00 Uhr. Informationen unter www.kunstverein-nuembrecht.de (red.-22.05.2013 10:08)



 


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