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Grüne begrüßen Votum des Landschaftsbeirats

Fahrzeugschulungsstrecke im Ehreshovener Wald abgelehnt

Engelskirchen - Die Grünen im Engelskirchener Rat sind erfreut, dass nunmehr nach drei intensiven Sitzungen der Landschaftsbeirat des Oberbergischen Kreises in einer Resolution an die Gemeinde und die Regierungspräsidentin eine klare Aussage getroffen hat: „Der Landschaftsbeirat des Oberbergischen Kreises lehnt die Fahrzeugschulungsstrecke im Ehreshovener Wald ab. Wir halten das Üben von Fahren im Wald für private Autofahrer für überflüssig, weil das Fahren auf Waldwegen grundsätzlich verboten ist und sich deshalb nicht erschließt, warum das geübt werden soll.“

Helmut Schäfer, Sprecher der Engelskirchener Ratsfraktion, der die Sitzung des Landschaftsbeirats beobachtet hatte: „Erfreulich war die große Beteiligung an der Diskussion. So hat Harald Keller von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sich vehement dafür ausgesprochen, den Wald vor wirtschaftlichen Aktivitäten, die weder mit Landwirtschaft noch mit Forstwirtschaft zu tun haben, zu schützen. Walter Schröder vom Fischereiverband NRW, der für seine vierzigjährige Mitgliedschaft im Landschaftsbeirat geehrt wurde, wies darauf hin, dass vom Betreiber die Ansprüche scheibchenweise erhöht worden sind und dieser Prozess mit den Festlegungen in einem Bebauungsplan auch nicht beendet sein werde. Dank gebührt der umsichtigen Verhandlungsführung des Vorsitzenden Heinz Kowalski, der auf eine faire Auseinandersetzung gedrungen hatte.

Mit der Resolution des Landschaftsbeirats gibt es für Engelskirchen Klarheit, da beim Aufstellungsbeschluss des Bauleitplanes Anfang 2014 von der Verwaltung darauf hingewiesen wurde, dass das Projekt im Wald nicht gegen den Landschaftsbeirat durchgesetzt werde.“

Zur Erinnerung zitieren die Grünen das Protokoll der Sitzung des Engelskirchener Planungs- und Umweltausschusses vom 4. 2. 2014:
„Die Verwaltung erläuterte den Beschlussentwurf. Wenn heute der Aufstellungsbeschluss gefasst würde, dann solle das Verfahren erst in Gang gesetzt werden, wenn die Bezirksregierung eine FNP - Änderung für ein rechtlich geeignetes Instrument halte. Der Landschaftsbeirat bleibt trotzdem der Dreh- und Angelpunkt in dieser Sache. Weil das Verfahren aufwendig sei, sollte der Landschaftsbeirat zu Beginn gehört werden. Wenn er grünes Licht signalisiere, könnte das Beteiligungsverfahren gestartet werden. Lehnt er ab, werde das Verfahren eingestellt.“

Die Grünen begrüßen, dass nunmehr das Beteiligungsverfahren eingestellt wird. Sie gehen davon aus, dass Bürgermeister Dr. Gero Karthaus zu seinem Wort steht. Der damalige Aufstellungsbeschluss wurde nach Maßgabe des Versprechens gefasst, dass man dem Votum des Landschaftsbeirates folgen werde.

Der Landschaftsbeirat soll unter anderem „Fehlentwicklungen in der Landschaft entgegenwirken“ (Landschaftsgesetz NRW). Er ist auf Vorschlag von Verbänden vom Oberbergischen Kreistag gewählt worden. Den Befürwortern des Projektes wurde in mehreren Sitzungen die Gelegenheit gegeben, ihr Anliegen dazustellen und zu begründen. Nunmehr wurde dieser Prozess durch ein klares Votum abgeschlossen. Das ist gut für den Wald, Tiere und Erholungssuchende. Nicht zuletzt ist es auch gut für das Klima. Hier wird auch ein Zeichen gegen die steigende Klimabelastung und die Verbreitung der CO2 verschleudernden SUVs gesetzt. (red.-21.06.2016 15:24)



 


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