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Klass 7c der Gemeinschaftsschule unterstützt NABU

Springkraut-Bekämpfung an den Ellinger Teichen

Morsbach - Als „Schönen Sünder“ bezeichnet der Morsbacher Ortsverband des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) das aus Indien stammende Drüsige Springkraut. Denn auch im Oberbergischen sind inzwischen ganze Täler von diesem Neophyt besiedelt, welche die heimische Flora massiv verdrängt und auch vor Naturschutzgebieten nicht haltmacht.

Grund genug für die Morsbacher Naturschützer, den Kampf gegen die sich sprunghaft ausbreitende Pflanze zumindest partiell aufzunehmen. Unterstützung bekamen sie dabei von den Klassen 7c der Gemeinschaftsschule Morsbach, die bei der Springkraut-Bekämpfung im Bereich der Ellinger Teiche in diesen Tagen tatkräftig mit anpackten.

Das Gebiet der Ellinger Teiche wird als eines der wichtigsten Amphibien-Laichgebiete im Oberbergischen Kreis vom NABU Morsbach in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station (BSO) und der Gemeinde Morsbach betreut. Neben der Renaturierung dieses früheren sterilen Angelparks zu einem vielschichtigen Naturreservat gehört auch die Bekämpfung des Springkrauts zu den Entwicklungszielen, die der NABU und die Gemeinde Morsbach in einem Vertrag von 2007 festgehalten haben. Trotz mehrerer Einsätze pro Jahr wuchs den Naturschützern das Springkraut im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf, weswegen sie nach Hilfe suchten.

Hilfe kam seitdem von Kölner Naturschutzgruppen, der BSO, von privater Seite, aber auch sehr wirksam von der Gemeinschaftsschule Morsbach, wie dieser Tage bereits zum vierten Mal.

Die Umsetzung und Organisation übernahm der NABU-Vorsitzende Morsbach, Klaus Jung in Kooperation mit Biologielehrer Marcus Ackermann. An zwei Tagen fand für die Schülerinnen und Schüler der Biologieunterricht nicht in der Schule statt, sondern draußen in der Natur.

Die Schüler und Schülerinnen packten tatkräftig an und leisteten tolle Arbeit: Riesige Haufen herausgerissenes Springkraut waren das Resultat. Der NABU hofft als Nebeneffekt, dass diese Einsätze ein Stück Verständnis bei den Jugendlichen für die Belange der Natur geweckt haben.

Daran anknüpfend appelliert der NABU an alle Bürger, die Springkraut-Bekämpfung in ihrem Umfeld in die eigenen Hände zu nehmen. Sowohl Grundstückseigentümer wie auch Passanten sollten die Pflanze dort, wo sie ihnen begegnet, ausreißen und erdberührungsfrei ablegen. „Der großflächige Kampf gegen das Springkraut scheint verloren zu sein, aber jeder kann in seinem kleinen Umfeld dazu beitragen, der heimischen Flora und damit auch der Fauna einen Platz zu erhalten, wenn er den schönen Sünder eliminiert“, lautet der Appell des NABU. (red.-14.07.2017 10:35)





 


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