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Rund 5,4 Mio Euro Baukosten

Einweihung des Kreisverkehrs Waldbröl-Boxberg

Waldbröl - Mit der Freigabe der L 38-Strandbadstraße gestern ist nun der komplette Kreisverkehr Boxberg in Betrieb. Heute wurde er offiziell durch die Straßen NRW Niederlassungsleiterin Elke Bisoke, Landrat Jochen Hagt, Bürgermeister Peter Köster und Eckhard Vetter als Vertreter der bauausführenden Firmen seiner Bestimmung übergeben.

Der fünfarmige Knotenpunkt am Boxberg besteht aus der B 256 als Hauptachse, an die drei Landesstraßen (L 339-Morsbacher Straße, L 38-Strandbadstraße und L 38-Homburger Straße) anschließen. Er wird von einer Eisenbahnlinie unterquert. Die Anordnung der Straßen ist bereits auf einer der ersten topographischen Karten zu sehen.

Bereits in den 70er Jahren wurden zunehmend Unfälle verzeichnet. Als provisorische Lösung hat man dann Mitte der 80er Jahre die L 38 vom Knoten abgebunden und die verbleibenden Straßen mit einer Ampel ausgestattet. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung - die B 256 ist eine überregionale Fernverbindung die die Mittelrheinregion (Neuwied) mit dem Bergischen Land und der A 4 verbindet - gab es dennoch zu den Verkehrsspitzen längere Staus. Zunächst hatte man die Perspektive einer großen Ortsumgehung für Waldbröl. Mit dem Wegfall des Durchgangsverkehrs hätten sich auch die Verkehrsprobleme am Boxberg gelöst. Da dieses Projekt jedoch nicht weiter verfolgt werden konnte, wurde 2001 die Neuplanung des Knotenpunktes in Angriff genommen. Nach Untersuchung mehrerer Varianten einigte man sich schließlich auf den Kreisverkehr in seiner jetzigen Geometrie .

Grundlage der Planung war zunächst ein Knotenpunkt ohne Berücksichtigung der Eisenbahnlinie. Die Bahntrasse wurde erworben und der Einschnitt sollte mit standfestem Boden verfüllt werden. Der Bescheid der Bez.-Reg. über die Freistellung der Grundstücke von Bahnbetriebszwecken konnte durch Urteil des Landgerichts Köln jedoch keine Rechtskraft erlangen. Der Bahnbetrieb wurde bis 2058 genehmigt und die Bahntrasse war im Entwurf zu berücksichtigen. Die Planung wurde entsprechend geändert, so dass zum 31.10.2012 Baurecht erlangt werden konnte. Nach Fertigstellung der Ausführungsplanung konnte im November 2014 mit dem Bau begonnen werden.

Zunächst mussten umfangreich Ver- und Entsorgungsleitungen um verlegt bzw. neu verlegt werden. Danach erfolgte der Abbruch und Neubau des Eisenbahnunterführungsbauwerkes und die Herstellung der flankierenden Stützmauern. Das neue Bauwerk verläuft dem Schienenverlauf entsprechend bogenförmig und ist mit 60m Länge mehr als doppelt so lang wie das alte. Hier wurden 2210 m3 Beton und 217 t Stahl verarbeitet. Schließlich wurde über dem Bauwerk der neue Kreisverkehr erstellt.
Während der Baumaßname wurde eine Artenschutzprüfung durchgeführt. Als landschaftspflegerischer Ausgleich ist die Pflanzung von bodenständigen Laubgehölzen und artenreichen Gras- und Krautfluren geplant. Der Kreisverkehr ist in Waldbröl das wichtigste Straßenbauprojekt der letzten Jahre. Es ist der einzige 5-armige Kreisverkehr im Oberbergischen und auch mit 45m Durchmesser der Größte. Die Baukosten betragen etwa 5,4 Mio €. (red.-08.09.2017 18:42)








 


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