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Interkulturelle Woche im Kreiskrankenhaus

"Integration ist kein Spaziergang"

Gummersbach - Ihr Thema ist aktueller denn je: Intoleranz und Vorurteile haben die drei Referenten - Monika und Michael Höhn sowie Emine Kayadibi - bereits vor vielen Jahrzehnten erlebt. Gestern Abend schilderten sie im Rahmen der Interkulturellen Woche in der voll besetzten Besuchercafeteria des Kreiskrankenhauses Gummersbach von ihren Erlebnissen. Zugleich warben sie für Verständnis anderen Mentalitäten gegenüber, für Rücksicht und gegenseitige Wertschätzung.

Michael Höhn war in den 1970er Jahren angehender evangelischer Pfarrer in Düsseldorf und machte dort seine ersten Erfahrungen mit „Gastarbeitern“ und wie mit ihnen umgegangen wurde. Später arbeitete er gemeinsam mit seiner Frau Monika in einem Arbeiterviertel im Duisburger Norden, das immer mehr zu einem „Sozialen Brennpunkt“ wurde. Die Kulturlandschaft des Ruhrpotts, ein Zuzugsgebiet für hunderttausende von „Gastarbeitern“ aus den früheren Jahren, hat die beiden bis heute geprägt. Seine Frau Monika Höhn berichtete den gespannten Zuhörern über ihre Flüchtlingsarbeit, damals im Ruhrgebiet und heute in Wiehl. Als Journalistin saß sie schon vor über 20 Jahren in der Türkei in Haft - spiegelte also ebenfalls die aktuelle Situation.

Emine Kayadibi,1971 aus der Türkei nach Deutschland gekommen, Mitarbeiterin im Klinikum Oberberg, aber auch sehr aktiv in der Gummersbacher Flüchtlingshilfe, ließ in sehr persönlichen Geschichten ihre eigene Integration Revue passieren: „Integration ist kein Spaziergang“, sagt sie, „aber mit der richtigen Kommunikation baut man immer Schranken ab.“ Dass es Themen waren, die die Menschen bewegen, zeigte die anschließende Diskussionsrunde. In zahlreichen Redebeiträgen und in entspannter Atmosphäre bei türkischem Gebäck und Tee ergaben sich viele persönliche Gespräche. (red.-27.09.2017 17:57)


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