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Methoden zur erfolgreichen Leseförderung

"Lesen können – darauf läuft schließlich alles hinaus"

Erika Waedt vom Komunnalen Integrationszentrum vermittelte Methoden zur erfolgreichen Leseförderung. (Foto: OBK)
Oberberg - "Lesen können - darauf läuft schließlich alles hinaus", lautet ein bekanntes Zitat von Christian Morgenstern, das nach wie vor Bestand hat. Lesen ist nicht nur wichtig, um am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Für Kinder und Jugendliche ist damit auch der schulische Erfolg verbunden, um den Grundstein für eine gelungene und erfolgreiche Berufsausbildung zu legen.

Wenn die Lesefähigkeit im Schulalltag zum Problem wird, ist folglich eine individuelle Förderung gefragt. Besonders für Kinder und Jugendliche, deren Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen, um auf Deutsch lesen zu können, ist bedarfsgerechte Unterstützung erforderlich.

Lesepatenschaften sind an dieser Stelle ein idealer Anknüpfungspunkt, findet Erika Waedt vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) Oberbergischer Kreis: "Um die Leseflüssigkeit zu verbessern und neue Lesestrategien zu verinnerlichen, sind regelmäßige Übung und Wiederholung erforderlich. Die Lesepatenschaften bieten Raum dafür und fördern so die Automatisierung des Leseprozesses." Strategien, um das gemeinsame Üben noch effektiver zu machen, zeigt das KI deshalb mit Schulungen für Lesepatinnen und Lesepaten auf.

Bei der Auftaktveranstaltung in der Gemeinschaftshauptschule Lindlar vermittelte Erika Waedt zwölf Ehrenamtlichen anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen, Informationen zum Leseprozess und -lernprozess. Die Patinnen und Paten der Gemeinschaftshauptschule erfuhren anschließend praxisnah, wie sie die Kinder mit einfachen Mitteln bei der Festigung ihrer Lesekompetenz unterstützen können.

Auf dem Weg hin zu einer verbesserten Lesefähigkeit seien Erfolgserlebnisse entscheidend, erklärt Erika Waedt: "Die Lesepatinnen und Lesepaten können gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Ziele festlegen, auf die hingearbeitet wird. Diese Stufen motivieren die Schülerinnen und Schüler weiter zu machen."

Neben der Hausaufgabe, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ein individuelles Ziel zu formulieren, gab sie den Patinnen und Paten ebenfalls Motivierendes mit auf den Weg: "Ihr Engagement ist wichtig, denn die Förderung der Lesekompetenz ist ein Baustein der durchgängigen Sprachbildung."

Am Ende der Veranstaltung stand fest, dass die Fortbildung in der Gemeinschaftshauptschule Lindlar fortgesetzt werden wird.

Das KI richtet sich mit seinem Unterstützungsangebot an alle Schulen im Kreisgebiet, die bereits Lesepatenschaften anbieten oder anbieten möchten. Interessierte Schulen nehmen bitte Kontakt auf mit dem Sekretariat des KI unter Telefon 02261 88-1242 oder per E-Mail an komintvws@obk.de

Bürger/innen, die eine Lesepatenschaft an der Gemeinschaftshauptschule Lindlar übernehmen möchten, wenden sich bitte per E-Mail sbzghs@t-online.de an die Koordinatorin und Schulsozialarbeiterin Johanna Schlürscheid. Informationen zu den Angeboten des KI erhalten Sie unter www.obk.de/ki. (red.-02.05.2018 08:24)


Die Diplom-Sozialarbeiterin Johanna Schlürscheid koordinert die Lesepatenschaften an der Gemeinschaftshauptschule Lindlar. (Foto: OBK)




 


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