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Kreiskrankenhaus Gummersbach mit Gütesiegel ausgezeichnet

Hohe Behandlungsqualität im Darmzentrum

Prof. Dr. Stefan Saad, Chefarzt der Allgemeinchirurgie und Leiter des Darmzentrums (Foto: Klinikum Oberberg)
Gummersbach - Die Organzentren innerhalb des Tumorzentrums Oberberg stellen sich halbjährlich externen Qualitätsprüfern und vergleichen ihre Behandlungsergebnisse mit Tumorzentren in der gesamten Bundesrepublik, um eine kontinuierlich hohe Behandlungsqualität für die Patienten des Kreiskrankenhauses Gummersbach zu gewährleisten. Das Westdeutsche Darm-Centrum zeichnete Ende Juli das Darmzentrum am Kreiskrankenhaus Gummersbach für seine aktive Teilnahme mit einem Gütesiegel aus.

„Spezialisierte Darmkrebszentren vergleichen sich bundesweit mit anderen spezialisierten Darmkrebszentren“, nannte der Chefarzt der Allgemeinchirurgie und Leiter des Darmzentrums, Prof. Dr. Stefan Saad, einen der Gründe, warum das Darmzentrum am Kreiskrankenhaus Gummersbach regelmäßig seine Daten für die Qualitätsprüfungen des Westdeutschen DarmCentrums offen legt. 85 Darmkrebszentren bundesweit stellen dem Westdeutschen DarmCentrum Daten über die Anzahl der Operationen, über Chemotherapien, Nachsorgequoten und viele weitere Behandlungskriterien zur Verfügung.

Das Darmzentrum in Gummersbach erreicht hervorragende Ergebnisse beispielsweise bei der operativen Entfernung von Darmtumoren. Prof. Saad: „Es ist uns im vergangenen Jahr gelungen, bei allen Patienten (100 Prozent), die operiert wurden, den Tumor vollständig zu entfernen.“ Erfreulich ist, dass 96,7 Prozent aller Patienten mit Rektum-Karzinom in einem interdisziplinären Expertengremium (Chirurgen, Internisten, Strahlentherapeuten, Onkologen) vorgestellt wurden und für jeden einzelnen Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt werden konnte. Dies ist angesichts der Vergleichszahlen von 68,2 Prozent im Durchschnitt der anderen Darmzentren ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis.

„Neben solch positiven Resultaten findet sich im Vergleich mit den anderen Darmzentren auch immer Verbesserungspotenzial“, sagt der Leiter des Tumorzentrums. Die Analyse des Westdeutschen Darm-Centrums zeige laut Prof. Saad, dass er und sein Team im vergangenen Jahr zu wenig Patienten in wissenschaftliche Studien einschleusten. „Das haben wir in diesem Jahr direkt geändert und bereits einige Patienten in wissenschaftliche Studien eingeschlossen.“

Die jetzt vorgestellten Daten stammen alle aus 2017. Die Klinik sendet ihre Daten, komplett pseudonymisiert, an das Westdeutsche Darm-Centrum und erhält halbjährlich Ergebnisberichte. Die Korrektheit der Daten wird vom Westdeutschen Darmzentrum zweimal jährlich vor Ort überprüft. Prof. Saad betont: „Für jedes der teilnehmenden Zentren ist so ein Vergleich äußerst wichtig, um die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und sich ständig weiterzuentwickeln.“ (red.-10.08.2018 19:21)


 


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