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Kompaktklasse

Deutscher Meister im Traktorpulling kommt aus Freckhausen

Deutscher Meister René Kaßner bei der Siegerehrung (Fotos: Privat)
Schlechtenwegen/Reichshof - Im Vogelsbergkreis wird jährlich der Endlauf zur deutschen Meisterschaft im Traktorpulling durchgeführt. Ziel dieses Zugkraftwettbewerbs ist es, einen Bremswagen über eine Distanz von 70 Metern zu ziehen. René Kaßner, aus Freckhausen konnte sich beim Endlauf zur Deutschen Meisterschaft im Traktorpulling in der Kompaktdiesel-Klasse (600 kg) den deutschen Meistertitel sichern.

Schlechtenwegen/Reichshof - René Kaßner, aus Freckhausen konnte sich beim Endlauf zur Deutschen Meisterschaft im Traktorpulling in der Kompaktdiesel-Klasse (600 kg) den deutschen Meistertitel sichern.

In dem Dörfchen Schlechtenwegen im Vogelsbergkreis wird jährlich der Endlauf zur deutschen Meisterschaft im Traktorpulling durchgeführt. Ziel dieses Zugkraftwettbewerbs ist es, einen Bremswagen über eine Distanz von 70 Metern zu ziehen. Dafür verwenden die Teams alles, von der seriennahen Landwirtschaftsmaschine bis hin zum vollständig selbst konstruierten Traktor.

Um einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, wird in verschiedenen Gewichtsklassen gefahren. Der erste Lauf ist die Qualifikation für ein anschließendes Stechen. Nur wer im Vorlauf mit einem Full Pull die komplette Distanz (70m) schafft, darf im Stechen (mit zusätzlich beladenem Bremswagen) um den Pokal kämpfen. Gewinner ist der Teilnehmer mit der größten Weite.

Dabei werden, ähnlich wie bei der Formel 1, Punkte über die gesamte Saison gesammelt. Platzierungsabhängig werden so nach jeder Veranstaltung Punkte verteilt und am Ende der Saison zusammengezählt. Wer dabei die meisten Punkte erkämpfen konnte, darf sich deutscher Meister nennen.

René hat es mit seiner Eigenbau-Zugmaschine geschafft, in seiner Klasse den 2500 kg schweren Bremswagen (Zugwiderstand deutlich höher) bei sechs von neun Rennen am weitesten zu ziehen und übertraf dabei alle andere Konkurrenten. Er wurde somit zum ersten Mal deutscher Meister in der Königsklasse der Nachwuchsfahrer. Insgesamt sammelte er bereits vier deutsche Meistertitel, viele Vizemeistertitel und einen Europameistertitel in diversen Klassen.

Der technische Hauptakteur ist Renés Vater, Stephan Kaßner, der mit seinen Erfahrungen aus dem Motorsport einen Großteil zum Erfolg beigetragen hat.

In der Freckhausener Garagenschmiede wurde die Sonderkonstruktion in einer Bauzeit von ca. 1,5 Jahren konstruiert und aufgebaut. Dabei muss man sich an ein technisches Reglement halten, welches unter anderem viele Sicherheitsvorschriften beinhaltet.

Die Eigenbau-Komponenten stammen aus dem Traktor-, sowie aus dem PKW- Motorsportbereich, die auf dem freien Markt zu erwerben sind. Allerdings sind 60% des Traktors spezielle Sonderanfertigungen. Es ist beachtenswert, dass die beiden Motorsportbesessenen aus einem 2,0 Liter Dieselmotor mit einem speziellen Turbolader, Pleuel, Kolben Zylinderkopf und Wassereinspritzung eine Zugleistung von 350- 400 PS (7500 U/ min) auf den Antriebsstrang übertragen. Hierzu wurde der Motor für die technische Herausforderung total überarbeitet, d.h. 90 % der Motorteile wurden überarbeitet oder ersetzt. Auch der Fahrzeugrahmen und Achsen wurden komplett in Eigenleistung profihaft konstruiert und aufgebaut.

Zu erwähnen ist, dass Renés Schwester Denise ebenfalls in der Sportart in der 500 kg „Freien Klasse“ sehr aktiv vertreten ist. Auch hier wurde in Eigenregie, im Rahmen des Reglements, ein kompletter Eigenbau Traktor aufgebaut und erfolgreich eingesetzt.

Jetzt zur Herbst- und Winterzeit bereitet sich die ganze Familie für die nächste Saison vor, denn auch Mutter Carola Kaßner ist bei jedem Rennen dabei. Sie filmt alle Läufe und fiebert aus dem Zuschauerbereich mit. (red.-09.11.2018 13:20)









 


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