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Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik sagt Hilfe im Kampf gegen Coronavirus zu

„Wir tun alles, um die Krankenhäuser zu entlasten!“

Mit dem Hashtag #BackupReha appellieren Mitarbeiter/innen aller Kliniken der Dr. Becker Klinikgruppe an die Politik, das vorgestellte Gesetz nachzubessern, damit der aktuelle Leerstand in den Rehakliniken finanziert wird. Sie freuen sich über Unterstützung. (Foto: Dr. Becker Klinikgruppe)
Nümbrecht - Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik hat ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus zugesagt. Die Nümbrechter Rehaklinik bietet die optimale Infrastruktur, um Krankenhäuser während der Covid19-Epidemie zu entlasten.

„Wir, die Reha, sind ein Teil des Gesundheitssystems und wir tun alles, um dieses im Angesicht dieser Krise zu stärken und die Krankenhäuser zu entlasten“, sagt Bastian Liebsch, Geschäftsführer der Dr. Becker Klinikgruppe, zu der auch die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört. „Wir möchten in jedem Fall verhindern, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt werden, weil nicht ausreichend Betten zur Verfügung stehen - wie wir es leider momentan in Italien sehen müssen.“ Die Dr. Becker Kliniken haben daher Kapazitäten für die Unterbringung und Versorgung von Krankenhauspatienten/innen in ihren Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Backup für Krankenhaus Waldbröl

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik stellt dazu einen Teil ihrer Betten bereit. „Wir halten hierzu Einzelzimmer und entsprechend ausgebildetes Pflegepersonal und Ärzte sowie die notwendige Infrastruktur, beispielsweise im Bereich Diagnostik, vor“, sagt Dr. Tim Kleiber, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. Aufnahmen seien nun auch für Krankenhauspatienten/innen mit einfachen neurologischen oder orthopädisch-traumatologischen Erkrankungen möglich, die nicht überwachungspflichtig sind. „Damit sind wir das Backup für die benachbarten Krankenhäuser in Gummersbach und Waldbröl“, sagt Kleiber.

Regelmäßige Teilnahme am Krisenstab des Oberbergischen Kreises

Bereits am vergangenen Mittwoch hatte die Klinikleitung dem lokalen Gesundheitsamt ihre Hilfe zugesagt und freie Betten in ihrer Einrichtung zur Verfügung gestellt. Zwei Tage später folgte dann auch ein Aufruf des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen an alle Rehakliniken im Land - mit der offiziellen Bitte, die Krankenhäuser im Kampf gegen Corona durch Entlastung zu unterstützen. Mittlerweile nimmt die Klinik regelmäßig am Krisenstab der Krankenhäuser des Oberbergischen Kreises teil, in dem die Vorbereitungen generalstabsmäßig geplant werden. „Unsere Therapeuten, Pflegefachkräfte und Ärzte sind höchst motiviert, ihren Teil dazu beizutragen, dass Deutschland die Corona-Krise gut überstehen kann“, so Kleiber.

„Helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können“

Enttäuscht zeigt sich der Verwaltungsdirektor momentan von der Politik. „Herr Spahn hat uns hundertprozentige Rückendeckung versprochen. Sein gestern durch das Kabinett gebrachte Gesetz sieht aber keinerlei Finanzierung für unseren Leerstand vor. Das ist absurd“, so Kleiber. Alle Rehakliniken in Nordrhein-Westfalen hätten Betten freigemacht wie vom Ministerium gewünscht. Außerdem hätten einige Patienten/innen ihre Reha verschoben „Unsere leeren Betten werden momentan von niemandem vergütet. Für die Krankenhäuser hat Jens Spahn hier ja auch eine Regelung gefunden. Das muss jetzt auch für die Rehakliniken passieren.“

Um die Öffentlichkeit auf diesen Missstand hinzuweisen, haben die Mitarbeitenden der Dr. Becker Klinikgruppe eine Social-Media-Kampagne gestartet. Mit Fotos appellieren sie an die Politik, das Gesetz nachzubessern. „Die Reha ist das Backup der Krankenhäuser. Das muss abgesichert sein, auch finanziell“, appelliert Kleiber. (red.-24.03.2020 14:18)


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