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Erheblicher Sachschaden – Schwierige Bergung

Serpentinen werden LKW-Fahrer zum Verhängnis

Waldbröl - Die Irrfahrt eines 50-jährigen LKW-Fahrers aus Litauen, der seine 23,9 Tonnen schwere Ladung eigentlich ins Waldbröler Industriegebiet fahren wollte, endete mit einem Totalschaden in Bettenhagen. Der Sattelzug mit Auflieger stürzte dort in ein Waldgebiet. Die Bergung gestaltete sich äußerst schwierig.

Gegen 8 Uhr nahm das Unheil am Dienstagmorgen bereits in der Ortschaft Bettenhagen seinen Lauf. Hier hatte der litauische LKW-Fahrer schon auf der engen Ortsdurchfahrt eine Hecke beschädigt. Nur wenige Meter weiter kam der 40-Tonner in einer scharfen Linkskurve mit den Rädern auf die ansteigende Böschung, in der direkt nachfolgenden scharfen Rechtskurve setzte der Auflieger auf den rechten ansteigenden Böschungsbereich. Hier geriet der Sattelzug nun völlig außer Kontrolle, kippte in voller Länge auf die linke Seite, machte die Leitplanke dem Erdboden gleich, rutschte in ein steil abfallendes Waldstück und verkeilte sich dort in den Bäumen. Die Ladung, 23,9 Tonnen Zuschnittholz, platze teilweise aus den Halterungen und kippte aus dem umgestürzten Sattelzug in das kleine Waldgebiet. Der 50-jährige Fahrer konnte sich selbständig aus dem Führerhaus befreien. Er wurde zur ambulanten Behandlung mit einem RTW ins Waldbröler Krankenhaus gebracht.

Die nun folgenden Bergungsmaßnahmen des Sattelzugs gestalteten sich äußerst schwierig. Die Waldbröler Feuerwehr leistete, anfangs mit Unterstützung der Einheit Heide, bis zum frühen Abend technische Hilfe. Zwei schwere Krane der Firma Ley brachten den vollständig zerstörten LKW nach stundenlanger Arbeit wieder auf die Räder. Zuvor wurden Teile der Ladung geborgen, um das Gesamtgewicht des Sattelzugs für die endgültige Bergung zu verringern. Der Sachschaden liegt bei über 100.000 Euro.

Wie der Fahrer mit seinem schweren Sattelzug auf die Strecke zwischen Bettenhagen und Mittel geraten konnte, die aufgrund ihrer engen Kurven für derart große Fahrzeuge nicht befahrbar, allerdings uneingeschränkt freigegeben ist, bleibt fraglich. Angeblich wurde der Fahrer von seinem Navigationsgerät fehlgeleitet, das ihn eigentlich ins Waldbröler Industriegebiet Boxberg lotsen sollte. (Gina Barth-Muth-16.06.2009 22:02)




 


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