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Blaulicht
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| Foto: Polizei OBK |
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Reichshof - Timing ist alles. Pünktlich um 15.30 Uhr schlossen Angestellte eines Geldinstituts in Brüchermühle am Montag die Tür. Drei Minuten später versuchte ein Unbekannter, der sein Gesicht teilweise mit einem Halstuch maskiert hatte, in die Bank zu gelangen.
Entweder ging die Uhr des Täters nicht richtig oder er war nicht über die Öffnungszeiten der Bank in Brüchermühle, in der Kölner Straße, informiert, die er Die am Montag (23.05.) offenbar überfallen wollte. Daraus wurde allerdings nicht. Der bislang Unbekannte rannte vor die verschlossene Tür, gab auf und flüchtete zu Fuß in Richtung Bahnhofstraße.
Die zu diesem Zeitpunkt in mehreren Raubüberfällen ermittelnde und kurz vor der Verhaftung von neun Tatverdächtigen stehende Ermittlungskommission "Blume" ging davon aus, dass auch dieser versuchte Überfall von dieser Tätergruppe begangen wurde. Die Ermittlungen und Vernehmungen nach der Festnahme der Tatverdächtigen am 03.06., schließen den Verdacht jedoch aus.
Die Polizei bittet nun um Hinweise, die zu dem auf dem Foto abgebildeten Täter führen. Tel. Nr. 02261/81990. (oh-06.06.2008 22:50)
Oberberg - Nach den brutalen Überfällen auf die Tankstellen in Blumenau und Dümmlinghausen richtete die Kreispolizeibehörde die Ermittlungsgruppe “Blume“ ein. Die Beamten konnten acht Raubüberfälle, zahlreiche Einbrüche und eine Serie von Kfz-Aufbrüchen aufklären. Neun Täter konnten dingfest gemacht werden.
Täter identifiziert - Gruppe aus Gummersbach-Bernberg
Es wurden drei Jugendliche, vier Heranwachsende und zwei Erwachsene identifiziert, die im dringenden Verdacht stehen, unter wechselseitiger Beteiligung Raubüberfälle sowie Ein- und Aufbrüche im Oberbergischen Kreis, Rhein-Sieg-Kreis und in Süddeutschland begangen zu haben.
Täter waren bei den Überfällen stets bewaffnet
Aufgrund der brutalen Vorgehensweise der Täter, die stets mit Schusswaffen und/oder Teleskopschlagstöcken bewaffnet und maskiert vorgingen und selbst vor einer Schussabgabe nicht zurückschreckten, waren die betroffenen Mitarbeiter der jeweiligen Geschäfte und Tankstellen erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt.
Die Tatverdächtigen betraten regelmäßig zu Zweit die Geschäftsräume, bedrohten die anwesenden Personen und flüchteten zunächst zu Fuß. In einiger Entfernung vom Tatort wurden sie von den in Autos wartenden Mittätern aufgenommen. Später teilten sie das erbeutete Bargeld untereinander auf.
Die Taten im Einzelnen:
24.01.2008, bewaffneter Überfall auf Kiosk in Gummersbach-Bernberg
12.02.2008, bewaffneter Überfall auf Imbissstube in Waldbröl-Hermesdorf
15.02.2008, bewaffneter Überfall auf die Tankstelle in Engelskirchen-Blumenau
22.02.2008, bewaffneter Überfall auf die Tankstelle in Gummersbach-Dümmlinghausen
07.03.2008, erneuter bewaffneter Überfall auf die Tankstellen in Engelskirchen- Blumenau und in Gummersbach-Dümmlinghausen an einem Tag
26.03.2008, bewaffneter Überfall auf Imbissstube in Nümbrecht-Benroth
15.05.2008, bewaffneter Überfall auf Getränkemarkt in Morsbach
Polizei nimmt erst einmal „alte Bekannte“ ins Visier
Die Analyse aller noch nicht aufgeklärter Raubüberfälle auf die Tankstellen führte aufgrund der Vorgehensweise der Täter zu der Vermutung, dass sie auch die Überfälle auf den Kiosk in Bernberg und den Imbiss in Hermesdorf begangen haben könnten. In Hermesdorf hatten die Täter mit einer Schusswaffe Gas verschossen.
Die Ermittlungen führten nicht unweigerlich zu den nunmehr geständigen Räubern. Zunächst tappten die Ermittler im Dunkeln und nahmen den einen oder anderen „alten Bekannten“ ins Visier, bis die Täter in Hermesdorf einen konkreten Ermittlungsansatz hinterließen, der nach kriminalistischer Kleinarbeit zu einer Personengruppe auf den Bernberg führte. Ein weiterer Hinweis auf dieselbe Gruppe ergab sich nach dem Überfall auf die Imbissstube in Benroth.
Polizei sticht bei Wohnungsdurchsuchung in „Wespennest“
Zwischenzeitlich gelang es den Ermittlern ausreichend Beweise und Indizien zu sichern, um den Tatverdacht von sieben Personen aus Gummersbach, Engelskirchen und Reichshof zu begründen und insgesamt acht Wohnungen zu durchsuchen.
Dabei stachen die Ermittler in ein Wespennest. Sie beschlagnahmten großkalibrige PTB-Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, Kleidungsstücke, die die Täter bei der Tatausführung getragen hatten und Sturmhauben mit Sehschlitzen. Des weiteren fanden sie einen aufgebrochenen Tresor, der aus einem Einbruch in Ruppichteroth stammt und zahlreiche weitere Gegenstände, die einer Pkw-Aufbruchserie aus dem Raum Stuttgart zugeordnet werden konnten.
Verdächtige geständig - Auch Überfall auf Morsbacher Getränkemarkt aufgeklärt
Die Verdächtigen zeigten sich in ihren Vernehmungen geständig, die Raubüberfälle unter wechselseitiger Beteiligung begangen zu haben. Den Überfall auf den Getränkemarkt in Morsbach hatten ausschließlich die beiden 23- und 24-jährigen Erwachsenen aus Reichshof verübt. Diese beiden befinden sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.
Nach langwierigen und komplexen Ermittlungen mit zahlreichen Überstunden kann die Ermittlungsgruppe „Blume“ jetzt diese erste positive Bilanz ziehen. Die Ermittlungen hinsichtlich der Einbrüche im Rhein-Sieg-Kreis und der Aufbruchsserie von Kraftfahrzeugen im Raum Stuttgart dauern noch an. (oh-06.06.2008 14:33)
Morsbach - Ohne Führerschein aber mit Alkohol im Blut war ein 22-jähriger Pkw-Fahrer gestern Abend „Auf der Au“ unterwegs. Der junge Mann fuhr in Schlangenlinien und teilweise über den rechten Grünstreifen am Fahrbahnrand. Die Anhaltezeichen „Stopp Polizei“ und das eingeschaltete Blaulicht des Streifenwagens hatte er zunächst ignoriert.
Erst als der 22-Jährige über Außenlautsprecher angesprochen wurde, hielt er sein Fahrzeug an. Der Alkoholtest ergab einen Wert von 0,62 Promille. Der Fahrer musste eine Blutprobe abgeben. Die Beamten leiteten ein Verfahren ein. Auch die Fahrzeughalterin erwartet nun eine Anzeige, da sie zumindest zugelassen hat, dass der 22-Jährige, der keine Fahrerlaubnis besitzt, ihr Fahrzeug führte. (oh-06.06.2008 13:34)
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| Handy klingelt: Hallo Schatz…! | 
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