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Blaulicht
Mit viel Verkehr, besonders auf den Hauptreisestrecken wie A1, A2, A3, A45 und A57, rechnet der Landesbetrieb Straßenbau NRW am kommenden Wochenende. Die großen Baustellen in NRW seien aber so aufgestellt, dass der Verkehr möglichst flüssig laufen könne, erklärt Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW.
"Leider können wir die großen Baustellen ja nicht mal so eben abbauen", erläutert Pudenz. Das wäre ein zu großer Aufwand. Aber er kündigte an, dass ab Freitagmittag auf kleinere Baustellen auf den stark belasteten Autobahnen verzichtet werde: "Grasschnitt oder Kehrarbeiten erledigen wird zu einem anderen Zeitpunkt." Sollte dennoch eine "Tagesbaustelle" aufgebaut werden, geschehe das aus Sicherheitsgründen.
Die großen Autobahnbaustellen auf einen Blick
A1
- von Lengerich bis Ladbergen wegen Brückenarbeiten
- von Ladbergen bis Greven wegen Neubau einer Anschlussstelle
- von Kreuz Münster-Süd bis Ascheberg wegen Brückenarbeiten
- von Kreuz Dortmund/Unna bis Schwerte wegen Deckenarbeiten
- von Westhofener Kreuz bis Hagen-Nord wegen Ausbau
- von Gevelsberg bis Wuppertal-Ronsdorf wegen Ausbau
- von Remscheid-Lennep bis Burscheid wegen Ausbau
- von Kreuz Leverkusen bis Köln-Niehl wegen Brückenarbeiten
- von Kreuz Köln-Nord bis Kreuz Köln-West wegen Tunnelneubau
A2
- von Kamener Kreuz bis Hamm-Uentrop wegen Ausbau
- von Ostwestfalen/Lippe bis Herford/Bad Salzuflen wegen Brückenarbeiten
- von Exter bis Kreuz Bad Oeynhausen wegen Brückenarbeiten
A3
- von Leverkusen bis Köln-Dellbrück wegen Ausbau
A4
- von Buir bis Kerpen wegen Brückenarbeiten
- von Reichshof/Bergneustadt bis Kreuz Olpe-Süd wegen Deckenarbeiten (einstreifig in beiden Fahrtrichtungen)
A31
- von Gronau/Ochtrup bis Heek wegen Deckenarbeiten
A40
- von Essen-Frillendorf bis Gelsenkirchen-Süd wegen Schallschutzmaßnahmen (nur FR Dortmund)
- von Dortmund-Kley bis Wittekindstraße wegen Ausbau
- von Gelsenkirchen-Süd bis Bochum-Stahlhausen wegen Ausbau
A42
- von Duisburg-Neumühl bis Oberhausen Neue Mitte wegen Deckenarbeiten
- von Bottrop-Süd bis Kreuz Essen-Nord wegen Brückenarbeiten
A45
- von Kreuz Olpe-Süd bis Freudenberg wegen Deckenarbeiten
- von Siegen bis Siegen-Eisern wegen Brückenarbeiten
A46
- von Wuppertal-Varresbeck bis Wuppertal-Barmen wegen Schallschutzmaßnahmen
A52
- von Kreuz Kaarst bis Büderich wegen Deckenarbeiten (nur Fahrtrichtung Mönchengladbach)
A57
- von Holzbüttgen bis Neuss wegen Brückenarbeiten
- von Neuss-Norf bis Kreuz Neuss-Süd wegen Ausbau
A59
- von Kreuz Duisburg bis Duisburg-Hochfeld wegen Ausbau
A61
- von Gymnich bis Dreieck Erfttal wegen Deckenarbeiten (einstreifig nur in Fahrtrichtung Venlo)
- von Weilerswist bis Miel wegen Deckenarbeiten
Oberberg / Rheinisch-Bergischer-Kreis - Hartnäckige Observationen und aufwendige Vernehmungen der Polizei führten zur Identifizierung von acht Tatverdächtigen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. Die Jugendbande ist dringend verdächtig, im Rheinisch-Bergischen Kreis, in Leverkusen und im Oberbergischen Kreis 40 Buswartehäuser und fünf Telefonzellen erheblich beschädigt, zwei VW-Fox gestohlen sowie zwei Einbrüche und weitere Sachbeschädigungen begangen zu haben.
Nicht zuletzt gehen auch Unfälle mit Flucht auf das Konto der Jugendbande. Die Täter müssen sich nun für einen Schaden von mehr als 200.000 Euro verantworten.
Sinnloser Vandalismus in Leverkusen, Leichlingen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Wermelskirchen, Wipperfürth, Hückeswagen und Radevormwald am 18. und 19.10. beunruhigte in hohem Maß die Bevölkerung. Die Polizei setzte sich umgehend mit den Fällen auseinander; sie ging insbesondere allen Hinweisen nach.
Der entscheidende Schritt gelang allerdings den Polizeibeamten der Polizeiwache Wipperfürth. Sie erhielten am Dienstag (20.10.) einen Hinweis zu einem unfallbeschädigten VW-Fox. Einem Zeugen war aufgefallen, dass das Auto bereits seit Tagen auf dem Parkplatz an der Neye stand. Ermittlungen bei einer oberbergischen Firma als Fahrzeuginhaber ergaben, dass der PKW gestohlen worden war. Bei der Nachschau fiel auf, dass noch ein weiterer VW Fox fehlte. Beide Fahrzeuge waren zuvor auf dem alten Bahngelände in Wipperfürth abgestellt worden.
Die Beamten machten sich nun auf die Suche nach dem zweiten Fox. Wenig später, gegen 17:40 Uhr entdeckten sie das Fahrzeug auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants in Wipperfürth. Eine sich anschließende stundenlange Observation brachte die Polizisten nicht weiter. Deshalb entschlossen sie sich kurzerhand, im Restaurant die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, um die Anwesenden nach dem Fahrer des weißen VW-Fox zu fragen.
Die Beamten erhielten daraufhin eindeutige Hinweise auf einen anwesenden 20-jährigen Heranwachsenden. Der versuchte sich im anschließenden Gespräch mit allen Mitteln aus der misslichen Situation zu winden. Schließlich räumte er aber ein, gemeinsam mit Bekannten die beiden VW gestohlen zu haben.
Allerdings sei das keine Schwierigkeit gewesen, da sich die Schlüssel hinter den Tankklappen befunden hätte, erklärte der 20-Jährige. Er hatte offenbar beobachtet, wie die Fahrer die Schlüssel dort deponierten. Für weitere Delikte käme er allerdings nicht in Betracht. Da die Polizisten erhebliche Zweifel an seinen Angaben hatten, schalteten sie ihre Kollegen der Kripo ein.
Nach aufwendigen Vernehmungen, in denen sich der 20-Jährige fortwährend widersprach, gelang es den Beamten schließlich, den Tatverdächtigen zu einer umfassenden Aussage zu bewegen. Er gab zu, gemeinsam mit Bekannten am 18.10. in das Gebäude der OVAG eingedrungen zu sein. Dort habe man zahlreiche technische Geräte beschädigt und sei mit einem Bus gegen eine Mauer gefahren. Außerdem räumte er ein, Buswartehäuschen beschädigt zu haben. Er nannte auch die Namen einiger Mittäter. Schließlich bekamen die Ermittler heraus, dass sich einige der genannten Personen in Wipperfürth-Kreuzberg zu einer Open-Air-Fete getroffen hatten.
Ein starkes Polizeiaufgebot traf gegen Mitternacht etwa 20 teils erheblich alkoholisierte Jugendliche und Heranwachende, darunter auch vier Verdächtige, an.
Die Jugendlichen wurden zum Kommissariat gebracht und mit den erdrückenden Fakten konfrontiert. Nach langem hin und her stellten sie sich ihrer Verantwortung. Sie erklärten mit den bei der OVAG erbeuteten Nothämmern zunächst das Glas in den Wartehäuschen und Telefonzellen im Oberbergischen und tags darauf die anderen eingeschlagen zu haben. Sie nannten auch weitere Namen von Beteiligten.
Zuletzt bekannten sie sich zu einem versuchten Einbruch in eine Radevormwalder Schule. Die Einbrüche bzw. Diebstähle wurden offensichtlich unter wechselseitiger Beteiligung begangen.
Die in Halver, Hückeswagen und Wipperfürth wohnenden Jugendlichen müssen sich nun strafrechtlich verantworten. Im Raum steht auch die Regulierung des herbeigeführten Schadens. Einer der Heranwachsenden hat die Folgen seines Handelns deutlich zu spüren bekommen. Er verbrachte seinen 18. Geburtstag in der Zelle. Die Ermittlungen dauern an.
Die Polizei weist im Zusammenhang mit den Autodiebstählen durch die Jugendbande noch einmal eindringlich darauf hin, keine Schlüssel in oder an Fahrzeugen zu hinterlegen. (red.-22.10.2009 16:15)
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| Handy klingelt: Hallo Schatz…! | 
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