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| Foto: Klinikum Oberberg GmbH |
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Gummersbach - Vor 25 Jahren wurde das Kreiskrankenhaus Gummersbach auf der Berstig eröffnet. Die damaligen Ereignisse im Vorfeld waren äußerst turbulent. Viele Jahre wurde das Für und Wider öffentlich diskutiert, so dass im Juni 1985 die Eröffnung durch eine negative Grundstimmung geprägt war.
Kaum jemand konnte sich damals in der ländlichen Region ein großes, modernes Krankenhaus der Spitzenversorgung vorstellen. Aus heutiger Sicht ist der weitere Werdegang des Kreiskrankenhauses auf der Berstig seit der Eröffnung im Juni 1985 eine Erfolgsgeschichte. Mit der Inbetriebnahme begann eine neue Ära in der medizinischen Spitzenversorgung im Oberbergischen Kreis. Erstmals waren in der Region neue medizinische Großgeräte, wie z. B. Linearbeschleuniger, Computertomograph oder Gammakamera zur Diagnostik und Versorgung für Jedermann verfügbar. Dazu wurden neue Hauptfachabteilungen eröffnet, wie z. B. die Strahlentherapie, Neurologie, Hals-/Nasen-/Ohrenheilkunde, Pathologie und die Psychiatrie als Fachabteilung an einem somatischen Krankenhaus.
Durch zunehmende Spezialisierung und die Bildung medizinischer Schwerpunkte konnte sich das Kreiskrankenhaus zu einem regionalen Gesundheitszentrum entwickeln. Zu den besonderen Kompetenzen zählen heute die Versorgung Krebs- und Tumorerkrankter in den diversen onkologischen Kompetenzzentren, die Schlaganfallversorgung auf der Stroke-Unit, die Traumaversorgung als Unfallschwerpunktkrankenhaus sowie der geburtshilfliche Schwerpunkt mit der Versorgung Frühgeborener. Eng verbunden mit dieser Entwicklung ist der Einsatz modernster diagnostischer und therapeutischer Technologien. Den Patienten kann so ein breites Spektrum an fortschrittlichen Behandlungsmöglichkeiten geboten werden, wie z. B. die minimalinvasive Chirurgie („Schlüsselloch-Chirurgie“) oder computerassistierte Navigationssysteme.
„Nicht nur in Fachkreisen genießen die Gummersbacher Mediziner einen exzellenten Ruf, auch die vielen positiven Rückmeldungen der Patienten sowie die überdurchschnittlich positive Entwicklung der Fallzahlen belegen die gute Arbeit. Dabei versteht sich das Kreiskrankenhaus Gummersbach als Partner, der sich zum Wohle der Patienten mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen vernetzt und mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten eng zusammenarbeitet“, berichtet Sascha Klein von der Klinikum Oberberg GmbH in Gummersbach.
Unter anderem werden Kooperationen zu Reha- Kliniken, Pflegediensten und Sanitätshäusern gepflegt. Als erstes Krankenhaus im Oberbergischen wurde ein umfassendes internes und externes QM-System (Qualitätsmanagementsystem) eingeführt. Bereits im Jahre 2004 wurde nach den Vorgaben der KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) die Zertifizierung und damit das KTQ-Gütesiegel erworben, das heißt: durch eine unabhängige externe Fachgesellschaft wurde die Funktionsfähigkeit des QM-Systems nachgewiesen.
Heute gehört das Kreiskrankenhaus Gummersbach gemeinsam mit dem Kreiskrankenhaus Waldbröl zur Klinikum Oberberg GmbH, die inzwischen zehn Gesellschaften unter einem Dach vereint und insgesamt über 2.800 Mitarbeiter und über 250 Auszubildende beschäftigt. Der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Gummersbach, Wolfgang Brodesser, blickt trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen optimistisch in die Zukunft: „Wir werden uns richtig positionieren, um die nächsten 25 Jahre gut aufgestellt die Erfolgsgeschichte weiterzuführen“. Das 25-jährige Jubiläum wurde Anfang Juni im Beisein der Beschäftigten und der Gremienvertreter aus Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung feierlich begangen. Weitere Veranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit und Fachpublikum werden im Laufe des Jahres folgen. (red.-14.06.2010 14:23)
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