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Case Managerinnen und Netzwerkpartner kümmern sich um Patienten

Neuer Service am Kreiskrankenhaus Gummersbach

Bieten einen neuen Service für Patienten: Die fünf neuen Case Managerinnen und der Sozialdienst des Kreiskrankenhauses Gummersbach mit Partnern aus der ambulanten Pflege, vom Oberbergischen Kreis und der AOK. (Foto: Klinikum Oberberg)
Gummersbach - Patienten, die Unterstützung bei der Planung für die Zeit nach ihrem Krankenhausaufenthalt benötigen, werden neben dem Sozialdienst ab 1. November im Kreiskrankenhaus Gummersbach von fünf Case Managerinnen betreut. Das Kreiskrankenhaus hat sich vernetzt mit Krankenkassen, dem Gesundheits- und Sozialamt des Oberbergischen Kreises, ambulanten Pflegediensten und Wohlfahrtsverbänden, um Patienten den Übergang vom Krankenhaus in eine häusliche Pflege, Rehabilitation oder Pflegeheim zu erleichtern.

Nadine Kaus ist die erste der fünf Fall Managerinnen am Kreiskrankenhaus. Während ihre vier Kolleginnen zum 1. November starten, arbeitet sie im Rahmen der integrierten Schlaganfallversorgung bereits seit 2006 auf der neurologischen Station als Case Managerin. „Aufgrund der guten Erfahrungen mit unserer ersten Case Managerin, haben wir jetzt das Team deutlich verstärkt“, erklärt Krankenhaus- Geschäftsführer Wolfgang Brodesser.

In den ersten zwei Tagen nach der Aufnahme besucht Nadine Kaus die Patienten. „Wir besprechen dann das weitere Vorgehen“, berichtet Nadine Kaus. Die Case Managerin koordiniert alle Berufsgruppen im Krankenhaus, die sich um den Patienten kümmern. „Ich bin während des Krankenhausaufenthaltes für Patient und Angehörige eine feste Ansprechpartnerin“, erklärt Nadine Kaus.

Zurzeit kümmere sie sich zum Beispiel um eine Tumor-Patientin, die wieder nach Hause entlassen und ambulant behandelt werden soll. Die Case Managerin hat den Hausarzt informiert und sich um Hilfsmittel, wie einen Rollstuhl und ein Pflegebett für zu Hause gekümmert. Sie hat den Sozialdienst des Krankenhauses eingeschaltet, der die Einstufung in eine Pflegestufe vermittelt. Sie hat den Angehörigen ambulante Pflegedienste vor Ort herausgesucht und den Kontakt zu kommunalen Pflegeberatern hergestellt.

„Unsere Case Manager und Sozialarbeiter bilden ein Team, das sich als Bindeglied zwischen Krankenhaus und externen Organisationen wie Krankenkassen, Pflegediensten, Rehabilitations-Einrichtungen und Behörden versteht“, zählt Geschäftsführer Brodesser einige Kooperationspartner auf. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen und Monaten mit der Kassenärztlichen Vereinigung, mit Pflegediensten, mit der AOK und deren Pflegeberatern und dem Sozial- und Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises getroffen, um unsere Arbeit und unser Team vorzustellen“, berichtet Miriam Sischka, Assistentin der Pflegedirektion.

Bei deutlich steigenden Patientenzahlen, steigender Pflegebedürftigkeit und Krankheit aber gleichzeitig sinkenden Verweildauern im Krankenhaus sollen die Case Managerinnen die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern koordinieren und eine optimale Versorgung über den Krankenhausaufenthalt hinaus sicher stellen. Dadurch wird der Patient optimal auf seine Entlassung vorbereitet. „Umfassende Informationen über die Möglichkeiten einer optimalen Pflege zu Hause bieten die kommunalen Pflegeberater, die eng mit den Case Managern zusammen arbeiten werden“, sagt der Sozial- und Gesundheitsdezernent des Oberbergischen Kreises, Dr. Jorg Nürmberger. Zurzeit werde das Beratungsangebot, das sich auf die Pflege konzentriert, ausgeweitet. „Denkbar sind Bereiche wie die Versorgung mit Lebensmitteln oder Finanzdienstleistungen.“

Um die Zusammenarbeit mit den Case Managern zu erleichtern, hat die Arbeitsgemeinschaft ambulanter Pflegedienste im Oberbergischen Kreis eine neue Internetplattform aufgebaut, auf der Pflegedienste, Caritas und Diakonie mit ihrem Leistungsspektrum zu finden sind. „Die Plattform kann jederzeit erweitert werden“, ermutigen Uwe Söhnchen und Martin Hupertz weitere Kollegen aus der ambulanten Pflege mitzumachen. Auch Geschäftsführer Brodesser lädt weitere Partner wie Selbsthilfegruppen und Krankenkassen ein, sich mit den Case Managerinnen des Kreiskrankenhauses zu vernetzen.

Mit dem heutigen Dienstag sind die Case Managerinnen in den Kliniken für Innere Medizin I und II, in der Allgemeinen Chirurgie, der Unfallchirurgie, der Fachabteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und auf der Gynäkologischen Station im Einsatz. „Wir können Patienten nur dazu ermuntern, dieses neue Instrument zu nutzen“, sagt AOK-Regionaldirektor Ralf Schmallenbach. Rainer Drevermann, stellvertretender Pflegedirektor, betont: „Wir wollen dem Patienten und den Angehörigen Sicherheit und Orientierung bieten.“ (red.-03.11.2010 17:52)


 


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