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Busfahrer (44) und LKW-Fahrer (68) lebensgefährlich verletzt

42 Verletzte nach schwerem Schulbus-Unfall

Der 68-jährige LKW-Fahrer aus Engelskirchen war aus bislang ungeklärter Ursache auf der B55 in einer lang gezogenen Rechtskurve vor der Firma Eschmann-Stahl in vollem Umfang auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit dem Schulbus frontal zusammen gestoßen. Der 44-jährige Busfahrer aus Windeck konnte den Unfall nicht verhindern.
Dieringhausen - aktualisiert - III Bei dem Frontalzusammenstoß zwischen einem vollbesetzten Schulbus und einem LKW wurden 40 Kinder verletzt. Sieben Kinder erlitten schwere, 33 Kinder leichte Verletzungen oder standen unter Schock. Sowohl der Busfahrer (68) als auch der LKW-Fahrer (44) wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt.

„Entgegen ersten Meldungen befanden sich etwa 40 Kinder im Bus, die zum größten Teil leicht verletzt wurden“, erklärt Polizeisprecher Jürgen Dzuballe. Zu Irritationen hinsichtlich der Anzahl der Verletzten und Businsassen sei es dadurch gekommen, dass ein zweiter, nachfolgender Bus an der Unfallstelle anhielt und es im ersten Moment nicht möglich war zu differenzieren, wer in welchem Bus saß.

Der folgenschwere Frontalzusammenstoß zwischen dem vollbesetzten Schulbus eines Morsbacher Busunternehmers und einem LKW ereignete sich gegen 7:35 Uhr auf der Dieringhauser Straße in Dieringhausen.

„In dem Schulbus befanden sich zum Unfallzeitpunkt außer dem Fahrer Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren, im Schwerpunkt jüngere Passagiere“, so Polizeisprecher Andre Kuba.

Um 7.38 Uhr ging der Notruf bei der Rettungsleitstelle ein. Sofort wurden mehrere Notarzt- und Rettungswagen auch aus dem Rhein-Sieg-Kreis sowie die Rettungshubschrauber „Christoph Rheinland“, „Christoph 3“ und „Christop 25“, Polizei und Feuerwehr alarmiert. In der Rettungsleitstelle in Kotthausen wurde unverzüglich ein Krisenstab eingerichtet, der die Rettungsmaßnahmen organisierte.

200 Rettungskräfte im Einsatz

An der Unfallstelle waren neben drei Rettungshubschraubern mehrere Notarzt- und Rettungswagen aus dem Oberbergischen und dem Rhein-Sieg-Kreis, sowie die leitenden Notärzte beider Kreise. Die Feuerwehr Gummersbach war mit mehreren Einheiten zur Befreiung der eingeklemmten Fahrer und zur technischen Hilfeleistung vor Ort. Ebenfalls alarmiert wurde der Einsatzleitwagen des Oberbergischen Kreises (ELW II) sowie Patiententransportzüge (PTZ) aus dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Rheinisch-Bergischen-Kreis. Weiterhin waren rund zwanzig Polizeibeamte an der Unfallstelle. Neun Notfallseelsorger und zwei PSU Teams (Psychosoziale Unterstützung) kümmerten sich um Verletzte, Angehörige und Helfer. Das Rote Kreuz leistete einen Versorgungseinsatz.

Die beiden lebensgefährlich verletzten Fahrer wurden mit jeweils einem Rettungshubschrauber in Spezialkliniken geflogen. Insgesamt neun Schülerinnen und Schüler wurden mit Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Zwei Kinder wurden davon aus Kapazitätsgründen mit einem weiteren Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Köln geflogen. Alle übrigen Kinder konnten nach einer Erstversorgung vor Ort an ihre eintreffenden Eltern übergeben werden.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Sachverständigen mit Unfallaufnahme und Spurensicherung. Die B 55 war im Bereich der Unfallstelle zwischen 7:40 Uhr und 13:50 Uhr voll gesperrt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. (red.-06.05.2011 08:25) (aktualisiert-06.05.2011 08:54) (aktualisiert-06.05.2011 13:07) (Gina Barth-Muth-06.05.2011 15:40)

























Riesiges Stahlteil durchbohrt Führerhaus










(v.l.) Kreisbrandmeister Frank-Peter Twilling, Kreisdirektor Jochen Hagt, Landrat Hagen Jobi, Hans Uwe Koch, Leiter der Rettungsleitstelle OBK.


Landrat Hagen Jobi bedankte sich bei den 20 Mitarbeitern der Firma Eschmann Stahl, die sofort nach dem Unfall, der sich unmittelbar vor dem Werkstor ereignet hat, Erste Hilfe leisteten und die Rettungskräfte bei der Versorgung der Verletzten unterstützten.


 


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