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Aktiv gelebte Ökumene

Heidberg-Kreuz erstrahlt in neuem Glanz

Waldbröl - Hell leuchtet das Heidberg-Kreuz oberhalb von Waldbröl. Weithin ist das Mahnmal für den Frieden nun wieder sichtbar, das. für die im Krieg Gefangenen, Vermissten und Gefallenen auf Initiative von Willi Wehling aus Brenzingen und Karl Hoffmann 1953 errichtet wurde. Jetzt wurde das Kreuz umfangreich saniert.

Schon 1953 war der Bau des Heidberg Kreuzes eine ökumenische Gemeinschaftsleistung. CVJM und Kolpingfamilie taten sich zusammen, ein Grundstück wurde gestiftet, das nötige Geld bei Vereinen und Kirchen gesammelt. Die Stadt Waldbröl hatte auch schon zu dieser Zeit kein Geld, um einen kleinen finanziellen Beitrag zu leisten.

In den nachfolgenden Jahren oblag die Pflege dem Verband der Heimkehrer. Ein Stromanschluss wurde gelegt und Lampen installiert. Arthur Barth, Hermann Pampus und Willi Hermes sorgten für die Pflege und Instandhaltung. Ihnen folgte Friedhelm Stockhausen, der sich seit vielen Jahren um das Kreuz kümmert. An seiner Seite ist seit einiger Zeit der Arzt Dirk Feuerstein aus Bohlenhagen.

Immer wieder kam Dirk Feuerstein bei Spaziergängen an dem Kreuz zwischen Waldbröl und Bohlenhagen vorbei. Für ihn wurde es zur Herzensangelegenheit das Mahnmal zu erhalten. Müll, kaputte Lampen, der Versuch das Kreuz durch Feuer zu zerstören, wollte er sich nicht länger ansehen. Während die Feuerwehr in den letzten Jahren die Wiese mähte, sammelte er Müll auf, organisierte bei der Stadt Mülleimer und plante gemeinsam mit Friedhelm Stockhausen die Sanierung. Unter anderem musste eine Lösung für die 63 Lampen her.

Früher waren es normale Glühlampen mit rund 1000 Watt Verbrauch, die abgelöst wurden durch Energiesparlampen mit rund 300 Watt Verbrauch. Davon abgesehen, dass diese nicht sehr witterungsbeständig waren, wurden sie vielfach „immer wieder kaputt gemacht“, erzählt Feuerstein. LED-Lampen mit insgesamt 50 Watt Verbrauch hieß die Lösung, da diese Lampen „letztendlich wesentlich günstiger sind“, sagt Feuerstein. „60 LEDs haben den Verbrauch von einer normalen Glühbirne“.

Rund 3.500 Euro waren nötig für die Sanierung. Auf dem Treuhandkonto bei den Spätheimkehrern gab es noch Geld, Feuerstein sammelte bei den Apotheken, den Waldbröler Hausärzten, beim Notdienst und Fachärzten. Auch „Patienten haben gespendet“, freut er sich, genauso wie vom Hollenberg-Gymnasium anlässlich des 150-jährigen Jubiläums eine Spende kam. Immer mehr Helfer kamen dazu. Der Elektriker Joachim Irrgang vom Heidberg, ortsansässige Garten- und Landschaftsbauer, der Gerüstbauer Frank Wirths, Reinhard Grüber vom VVV, der evangelische Pfarrer Jochen Gran und der katholische Küster Frank Wieczorek, Werner Schenk und Olli Hemmersbach, Günter Matthäus, Stephan Wichary und Arne Simon.

Im Oktober wurde das Kreuz eingerüstet. „Bei gefühlter Windstärke 8“, so Feuerstein schmunzelnd, wurden die letzten Schrauben gedreht. Und dann hieß es: Gerüst abbauen! Und das ging gemeinschaftlich in Windeseile.

Jetzt leuchtet das Kreuz wieder hell und strahlend. Am 6. Januar ist erst einmal wieder Schluss, aber Ostern können sich die Waldbröler wieder über das tröstliche Bild freuen.

Über weitere Spenden freut sich die aktive private Gemeinschaft, weil für den laufenden Unterhalt und weitere Reparaturen immer wieder Geld nötig ist. So möchten die Aktiven gerne eine automatische Zeitschaltung anschließen, um das Ein- und Ausschalten des Lichtes zu vereinfachen. (red.-22.12.2011 16:00)


Foto: Kirchenkreis an der Agger


Foto: Kirchenkreis an der Agger


Foto: Kirchenkreis an der Agger




 


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