Oberberg - Verdi hat für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik (von Beginn der Frühschicht um 6 Uhr bis Ende der Spätschicht um 21.30 Uhr) im Kreiskrankenhaus Gummersbach und im Zentrum für Seelische Gesundheit - Klinik Marienheide aufgerufen. Die Geschäftsführung hat daher mit Verdi eine Notdienstvereinbarung geschlossen, um die Versorgung von Patienten und in Notfällen zu gewährleisten.
Wenn am morgigen Mittwoch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses Gummersbach und des Zentrums für Seelische Gesundheit in Marienheide die Arbeit niederlegen, um ihren Forderungen nach einem höheren Gehalt Nachdruck zu verleihen, dann ist für die Patienten dennoch gesorgt. Die Geschäftsführung der Klinikum Oberberg GmbH, zu der das Krankenhaus in Gummersbach und die Klinik in Marienheide gehören, haben mit Verdi am heutigen Dienstag eine Notdienstvereinbarung geschlossen.
„Die Notfallversorgung und die Sicherheit der Patienten ist gewährleistet, Stationen und OP sind besetzt“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Klinikum Oberberg, Joachim Finklenburg. „Es kann morgen allerdings zu längeren Wartezeiten für die Patienten kommen“, fügt er hinzu. Die Notdienstvereinbarung gilt für alle Beschäftigten, die direkten Patientenkontakt haben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Häuser, die dem Aufruf von Verdi folgen und sich an dem ganztägigen Warnstreik beteiligen, werden nach Bonn zu einer zentralen Kundgebung fahren.
„Der Streik ist völlig unverhältnismäßig“, sagt Finklenburg, der als stellvertretender Vorsitzender der Kommunalen Arbeitgeberverbände NRW am Montag, 12. März, wieder in Potsdam am Verhandlungstisch sitzt. „Wir haben gerade mal vier Stunden verhandelt, da ruft Verdi schon zu einem ganztägigen Warnstreik auf.“ Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst eine Tarifsteigerung von 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr. Die Vergütung für Auszubildende soll nach den Vorstellungen von Verdi um 100 Euro steigen. Außerdem fordert die Gewerkschaft eine unbefristete Übernahme aller Auszubildenden ohne weitere Voraussetzungen. „Wir können uns eine Anpassung der Gehälter vorstellen, dabei muss man aber die Haushaltslage der Kommunen und der kommunalen Betriebe berücksichtigen“, sagt Finklenburg. Die geforderten Sockelbeträge seien vollkommen unrealistisch. (red.-06.03.2012 16:26)
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