 |
| Fotos: Klinikum Oberberg |
|
 |
Gummersbach - 4,7 Tonnen wiegt der neue Kernspintomograph (MRT), der am Samstag am Haken eines Krans in die Praxis von Dr. Frieder Haneberg und Dr. Klaus Adelt in die zweite Etage des Kreisrankenhauses Gummersbach transportiert wurde. Rechnet man das Gewicht des Containers und des Zubehörs wie zum Beispiel den Schaltschrank dazu, musste der Kran ein Paket von 15 Tonnen tragen.
Um das neue Hochleistungsgerät in die Praxisräume hineinzubekommen, musste in die Außenwand des Kreiskrankenhauses ein großes Loch geschlagen werden.
Am Samstagmorgen, als es noch ruhig im Krankenhaus war, wurde die tonnenschwere Lieferung auf der Rückseite der Klinik zugestellt. „Das neue MRT bietet ein noch größeres Spektrum an Untersuchungstechniken und ergänzt die Möglichkeiten, die mit dem bisher genutzten MRT bestehen“, erklären Dr. Haneberg und Dr. Adelt, die ihre radiologische Praxis in Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus Gummersbach betreiben. Das neue Gerät im Wert von rund 1,5 Millionen Euro sei ein großer Schritt nach vorne für Patienten und Mediziner. Mit dem neuen „Siemens Magnetom Aera“ können die Patienten schneller und dank höher aufgelöster Bilder noch genauer untersucht werden.
Die Kernspintomographie oder auch Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung nahezu aller Organe und Gewebe, das im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung oder Computertomographie nicht mit Röntgenstrahlen sondern mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Daher ist die Magnetresonanztomographie schonender und bietet sehr genaue Schnittbilder bestimmter Körperregionen.
„Mit dem neuen MRT können wir in der Schlaganfalldiagnostik deutlich besser untersuchen als bisher. Auch Gelenke, Gefäße und Tumore können genauer dargestellt werden“, erklären Dr. Haneberg und Dr. Adelt. Gerade die Neurologie im Kreiskrankenhaus sowie die niedergelassenen Ärzte schicken viele Patienten in die radiologische Praxis. Mit dem zweiten MRT soll es zudem schneller einen Untersuchungstermin für Patienten geben.
Ein Plus an Komfort bietet auch die größere Öffnung des MRT, die mit 70 Zentimeter deutlich über dem Standardmaß liegt. Im gesamten Oberbergischen Kreis ist dieser MRT der einzige mit der großen Öffnung. Angenehm wird für die Patienten auch der Blick ins Freie sein, da der neue Untersuchungsraum über ein großes Fenster verfügt. Umbauten in Höhe von rund 300.000 Euro waren notwendig, um das MRT einschließlich der dafür notwendigen speziellen Kabine zur magnetischen Abschirmung in der Praxis unterzubringen. (red.-03.07.2012 16:59)
|