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| Oberärztin Dr. Katja Böhme, Heinz-Werner Feldmann, Prof. Dr. Friedrich-Eckhard Bauer und Wolfgang Kohl (v.l.) zeigen am Samstag, 25. August, die neuen Behandlungsräume. (Fotos: Klinikum Oberberg) |
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Waldbröl - Nach knapp zwei Jahren Bauzeit sind im Kreiskrankenhaus Waldbröl die neue interdisziplinäre Notaufnahme, die Aufnahmestation mit sechs Patientenzimmern, 12 Betten und neue Endoskopie-Räume weit gehend fertig. Bevor die Notaufnahme in Betrieb geht, lädt das Kreiskrankenhaus die Öffentlichkeit ein, sich am heutigen Samstag von 10 bis 15 Uhr die neuen Räume anzuschauen.
Die Mitarbeiter des Krankenhauses haben ein interessantes Programm mit Führungen, zahlreichen medizinischen Angeboten wie Venen-Check, Ultraschall der Halsgefäße, Infos über Schmerztherapie und Unterhaltung für Kinder auf die Beine gestellt.
Jährlich werden rund 30.000 Fälle in der Notaufnahme behandelt. Um trotz Bauarbeiten die Patienten versorgen zu können, betrieb das Krankenhaus einen immensen Aufwand.
Für die neuen modernen Untersuchungsräume, Arzt- und Patientenzimmer mussten die kardiologische Ambulanz, die Endoskopie und die Chefärzte mit ihren Untersuchungsräumen zunächst in Provisorien umziehen. Anschließend wurde auf 2000 Quadratmetern das Krankenhaus in den Rohbauzustand zurückversetzt. „Sämtliche Installationen stammten noch aus dem Gründungsjahr Anfang der 60er Jahre“, sagt der Leiter der Technischen Abteilung des Klinikum Oberberg, Klaus Steinel. Neue Lüftungstechnik, Heizung, Elektro- und Sanitärinstallationen und neue energiesparende Lichttechnik wurden eingebaut.
Aus dem einst dunklen Wartebereich ist eine offene und helle Wartezone geworden. 3,8 Millionen Euro, davon 580.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II, investiert das Kreiskrankenhaus in diesen ersten Bauabschnitt, die Sanierung sämtlicher Stationen im Bettenhaus sowie die Einrichtung einer Privatstation stehen noch bevor.
Weitere 18 Millionen Euro wird die Sanierung des Bettenhauses kosten. „Ein deutlicheres Bekenntnis zum Standort Waldbröl gibt es nicht“, sagt Joachim Finklenburg, Hauptgeschäftsführer des Klinikum Oberberg. „Mit der Modernisierung der Notaufnahme und der Einrichtung einer Aufnahmestation können Ärzte und Pflegekräfte jetzt unter deutlich verbesserten Bedingungen arbeiten.“ Die Wege seien kürzer, die Abläufe schneller. „Von den verbesserten Arbeitsbedingungen werden Ärzte und Pflegekräfte aber vor allem die Patienten profitieren“, sagt Finklenburg.
Wolfgang Kohl, der das Pflege-Team der Notaufnahme leitet, nennt einen entscheidenden Vorteil: „Jetzt sind die Notaufnahme, die Aufnahmestation, die Funktionsdiagnostik, die chirurgische Ambulanz, die OPs, Intensivstation, Herzkatheterlabor und die Radiologie komplett auf einer Ebene.“ Auch der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist in unmittelbarer Nachbarschaft zur Notaufnahme untergebracht. Die Abläufe seien optimiert worden, um die Wartezeiten für die Patienten zu verkürzen.
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| Dr. Katja Böhme testet die Überwachungsgeräte in den neuen Patientenzimmern der Aufnahmestation. |
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Von der Aufnahme eines Notfalls über die Diagnostik bis hin zum Bett auf der Aufnahmestation werden Notaufnahme-Leiter Kohl und Oberärztin Dr. Katja Böhme den Besuchern des Tags der offenen Tür die Versorgung eines Notfalls in stündlichen Führungen vorstellen. Wie eine Knie-OP abläuft, zeigen Unfallchirurgen und Orthopäden. „Kennen Sie Ihr Schlaganfall-Risiko?“ fragen Angiologen und Gefäßchirurgen, die bei einem Ultraschall der Halsgefäße die Blutflussgeschwindigkeit checken. Ob eine Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) droht, können Besucher bei der so genannten ABI-Messung teste lassen. Tipps zur Venengymnastik gibt es vom Sanitätshaus Orthotec. Wie eine Koloskopie oder eine Gastroskopie durchgeführt werden, zeigen Gastroenterologen.
Die Allgemeinchirurgen laden zum Testen der Schlüssleloch-Chirurgie an einem Trainingsgerät ein. Die Schmerzambulanz stellt ihre Arbeit vor und der kassenärztliche Bereitschaftsdienst steht Besuchern Rede und Antwort.
Kinder lädt der Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises zum Erkunden eines Rettungswagens ein, die Unfallchirurgen gipsen mit den kleinen Besuchern Arme ein, und eine Kinderkrankenschwester hilft beim Verarzten von mitgebrachten Teddys und Puppen. Erzieherinnen des benachbarten Kindergartens „Alter Gutshof“ bieten Bastelaktionen an und schminken bunte Kindergesichter.
„Wir laden die Waldbröler, unsere Partner und allen interessierten Besucher herzlich ein, sich ein Bild von unserer Leistungsfähigkeit zu machen“, sagt Sascha Klein, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Waldbröl. Bis die ersten Notfälle in den neuen Räumen versorgt werden können, wird es allerdings noch einige Zeit dauern, da noch nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen sind. (red.-25.08.2012 12:57)
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Die Ärzte bieten Gesundheitschecks wie den Ultraschall der Halsgefäße an, um das Schlaganfall-Risiko zu testen.
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