Oberberg - Eine kreisweite Unwetterlage verursachte am Wochenende unter anderem eine Explosion im Umspannwerk, was auch zu einem Stromausfall im Gummersbacher Kreiskrankenhaus führte und die Evakuierung von 20 Patienten erforderte. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war bei dieser Katastrophenschutzübung von Freitag bis Samstag im Einsatz. "Wir haben ein komplexes Übungsszenario bewältigt, das sich über zwei Tage erstreckt hat", sagt Kreisdirektor Jochen Hagt, Leiter des Krisenstabs.
Die Übung, zum Schutz der Bevölkerung, begann am Freitag im Notfallzentrum in Marienheide-Kotthausen. Dort trat der Krisenstab mit 18 Personen zusammen, um eine angedachte Großschadenslage zu bewältigen.
Die Ausgangslage war eine kreisweite Unwetterlage mit vielen Einsätzen, die abgearbeitet werden mussten. Innerhalb der Übung erhielt Kreisdirektor Jochen Hagt, in seiner Funktion als Krisenstabsleiter, die "Blitzmeldung" über eine Explosion in einem Umspannwerk. In der Folge musste der Krisenstab zusätzlich einen großflächigen Stromausfall, mit weitreichenden Konsequenzen im Oberbergischen Kreis, in den Griff bekommen.
Zu diesem "Großschadensereignis" fand am Samstag eine praktische Übung im Bereich des Kreiskrankenhauses Gummersbach statt. Die gespielte Lage: In Folge des Stromausfalls entsteht ein technischer Defekt in einer Krankenstation. Starker Rauch breitet sich aus. 20 Patienten müssen aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.
"Wir haben ein komplexes Übungsszenario bewältigt, das sich über zwei Tage erstreckt. Die vom Kreis vorgehaltenen Stäbe haben das erfolgreich abgearbeitet. Wir sind besonders dankbar, dass es gelungen ist, exemplarisch mit dem Kreiskrankenhaus Gummersbach, den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, des Malteser-Hilfsdienstes und der Bundeswehr zusätzlich ein Übungsszenario abzuarbeiten, in dem es die Aufgabe war, Patienten im Krankenhaus zu retten. Wie die Zusammenarbeit und die Verständigung der vielfältigen Einsatzkräfte funktioniert haben, wird jetzt detailliert ausgewertet", sagt Kreisdirektor Jochen Hagt, Leiter des Krisenstabs.
Das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr (KVK) hatte die Übung ausgearbeitet und begleitet. Auf Wunsch des Kreises haben Experten der AKNZ (Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Ahrweiler) die Stabsrahmenübung im Notfallzentrum beobachtet. (red.-21.04.2013 12:16)
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