Gummersbach - Im Zuge des Neubaus des evangelischer Kindergarten „Von Steinen Straße“ hat die Evangelischen Kirchengemeinde Gummersbach als Bauherr die Auflage bekommen, weitere Parkplätze anzulegen. Dazu soll eine Fläche unter dem alten Eichenkamp, die zur Zeit als Spielgelände genutzt wird, bebaut werden. Dass unter dem alten Baumbestand im Altstadtbereich ein Parkplatz angelegt werden soll, hält der NABU nicht mehr für zeitgemäß. Für die Anlage der Autoabstellfläche soll obendrein noch eine der alten Eichen gefällt werden.
Begründet wird dieses mit der geforderten Zahl der Stellflächen und einer zweispurigen Zufahrt.
Die Spielfläche unter den alten Bäumen (alle in einem guten Zustand) wird damit zum großen Teil dem Autoverkehr geopfert. Viele Gummersbacher Kinder haben unter diesen Baumveteranen ihre Kindergartenzeit verbracht! Neben dem ökologischen Wert ist solch ein alter Baum auch für das Ortsbild an einem der ältesten Straßenzüge im Altstadtbereich wichtig. Eine Parkplatznutzung unter den alten Bäumen könnte ohne Baumfällung erfolgen.
Zwei Entscheidungen würden den Baum retten können:
Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt nur einspurig, statt
zweispurig und auf maximal zwei Abstellflächen wird verzichtet.
Der NABU Gummersbach begrüßt ausdrücklich das soziale Engagement
der Evangelischen Kirchengemeinde Gummersbach für den Neubau eines
Kindergartens. Aber darunter sollten die alten Bäume nicht leiden müssen.
Der NABU hofft daher auf ein Einlenken der Stadtverwaltung, um der evangelischen Gemeinde einen leicht verkleinerten Parkplatz möglich zu machen. „Gummersbach sollte stolz sein auf seine alten Bäume.“ sagt Dirk Esser - Freude vom NABU „Wenn mit wenigen Planänderungen ein alter Baum erhalten werden kann, dann sollte man das ohne langes Nachdenken machen!“
"Hätte die Stadt eine Baumschutzsatzung, in der die beantragte Beseitigung wertvoller Bäume differenziert geprüft würde, wäre das Problem vermutlich rechtzeitig erkannt und benannt worden und man hätte mit der nötigen Sorgfalt über Alternativen nachdenken können", bemängelt Uwe Hoffmann vom NABU Oberberg. (oh-16.09.2013 17:05)
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