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„Unsere Rücklagen sind weitestgehend aufgebraucht“

Finanzieller Engpass im Tierheim Wipperfürth

Wipperfürth - Wer im Moment aufmerksam die Medien, ob Printmedien oder Internet-Plattformen und Nachrichten, verfolgt, liest immer das Gleiche: Viele Tierheime sind am absoluten finanziellen Limit und können wegen Überlastung oder Auslastung der Räumlichkeiten auch keine Tiere mehr aufnehmen. Teilweise hängt das mit den während der Coronakrise unüberlegt angeschafften Tieren, teilweise mit stark angestiegenen Tierarztkosten und Futterkosten zusammen. Das hat natürlich Folgen für die Tierheime. Bereits im Oktober 2022 hat das Tierheim Wipperfürth über die schwierige Lage berichtet. Nun ist das Tierheim nicht mehr nur am Limit, die gestiegenen Lohn-, Energie- und Tierarztkosten sind mittelfristig gesehen nicht mehr zu stemmen. Die Rücklagen sind weitestgehend aufgebraucht.

„Tierhalter, die, wie oben angeführt, ihre Tiere in die Tierheime abgeben möchten, oft ohne die wahren Abgabegründe zu nennen, wälzen damit diese Mammutaufgaben einfach auf uns ab“, „Unsere Rücklagen sind weitestgehend aufgebraucht“, beklagt Nadine Hühnerbach vom Tierschutzverein Wipperfürth e.V.
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Auch wenn die zuständigen Kommunen (Wipperfürth, Lindlar, Engelskirchen, Marienheide) nach diversen Gesprächen mit dem Tierschutzverein Wipperfürth e.V. als Träger des Tierheims Wipperfürth einer Erhöhung der Fundtierpauschalen zugestimmt haben, ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Schon in der Vergangenheit gab es eine teilweise starke Diskrepanz zwischen den tatsächlichen Kosten für Fundtiere und den Zahlungen der Kommunen. Die Erhöhungen werden nur in einem geringen Maße dazu beitragen, die extremen Kostensteigerungen aufzufangen.

„Gerade in diesem Jahr haben wir viele Fundtiere, die Operationen in Klinken benötigen. Das sprengt unseren Etat bei Weitem. Der Aufenthalt in einer Klink und die OP-Kosten können schnell mal mit 3.000,00 bis 5.000,00 Euro für ein Tier zu Buche schlagen. Für unseren kleinen Tierschutzverein ist das eine extreme Belastung“, so Nadine Hühnerbach weiter.
„Die Mitarbeiter des Tierheims Wipperfürth kümmern sich aufopferungs- und liebevoll um alle Tiere. Gerade im Moment,da trotz bestehender Kastrationspflicht wieder viele Katzen mit ihren Kitten zu uns kommen, werden manche „Winzlinge“ sehr zeitaufwändig versorgt, teilweise auch Zuhause. Diese Arbeit hat ihren Preis. Durch den in den letzten Jahren immer wieder gestiegenen Mindestlohn sind auch unsere Lohnkosten in die Höhe geschossen. Wir wünschen uns im Interesse unserer Tiere natürlich, dass die professionelle Betreuung durch unsere Mitarbeiter weiter aufrechterhalten werden kann.

Leider hat aber auch die Spendenbereitschaft der Unterstützer des Tierheims nachgelassen. Durch die Inflation sitzt das Geld nicht mehr so locker wie früher. Wir sind dankbar für jeden Cent, den unsere Wegbegleiter entbehren können“, erklärt Hühnerbach.

Thomas Schröder, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, hat dazu kürzlich folgendes angemerkt:

„Da aufgrund der Inflation und der angespannten wirtschaftlichen Lage infolge des Ukraine-Krieges auch die Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger spürbar sinkt, droht dem praktischen Tierschutz in Deutschland der härteste jemals erlebte Herbst und Winter.“

Von den verschiedensten Tierschutzorganisationen gibt es daher Appelle an die Politik, zu helfen. Es steht nur zu befürchten, dass sich da nicht kurzfristig etwas zum Besseren wendet. Das könnte das Aus für viele Tierheime bedeuten.

Daher bittet der Tierschutzverein Wipperfürth jetzt um Spenden, damit der Tierschutz in Wipperfürth und in den anderen Kommunen, mit denen wir Fundtierverträge haben, nicht auf der Strecke bleibt. Gerne stellen wir Spendenbescheinigungen aus. Unsere Bankverbindung lautet:

Volksbank Berg eG
IBAN: DE49 3706 9125 5109 3390 18
BIC: GENODED1RKO

Oder per PayPal an info@tierheim-wipperfuerth.de
(red.-25.08.2023 11:39)


 


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