Waldbröl/Morsbach - Verkehrsunfall: Fahrer eingeklemmt! Wenn die jungen Feuerwehrmänner zukünftig auch zu solchen Einsätzen ausrücken müssen, wissen sie, was zu tun ist. Auf dem Gelände des Autoverwerters NOIRON absolvierten sie dieser Tage ihre Abschlussprüfung.
20 junge Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Waldbröl und der Gemeinde Morsbach absolvierten auf dem Gelände des Autoverwerters NOIRON eine der letzten Prüfungseinheiten ihrer rund zweijährigen Grundausbildung. Ein Durchmarsch ist diese Prüfung nicht. Den jungen Feuerwehrmännern wird einiges abverlangt.
Vergangenen Sonntag standen noch einmal Theorie und Praxis auf dem Lehrplan. Im praktischen Teil galt es, eingeklemmte Personen mit schwerem Gerät aus Fahrzeugen zu befreien. Dabei wurde jeder Handgriff akribisch von den Ausbildern verfolgt und dokumentiert. Die jungen Feuerwehrmänner zeigten sich konzentriert, motiviert, besonnen und vor allem gut vorbereitet. Übungsleiter Dieter Weber, stv. Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Morsbach, ist mit dem Ergebnis zufrieden.
Grundausbildung umfasst vier Ausbildungseinheiten
Der Grundausbildungslehrgang besteht aus vier Einheiten, den so genannten Modulen, und wird zu je 40 Stunden durchgeführt. Begleitet werden die jungen Feuerwehrmänner dabei von 12 bis 14 Ausbildern. Die Grundausbildung umfasst in den ersten beiden Modulen Schwerpunkte wie: Erste Hilfe, Rechtsgrundlagen, Feuerwehrfahrzeuge und Geräte. Hilfe im Feuerwehrdienst, Rechte und Pflichten der Feuerwehrangehörigen, Gefahren der Einsatzstelle, Grundtätigkeiten Retten, Selbstretten, Sichern, Stressbewältigung und Einsatznachsorge. In Modul 2 und 3 geht es um Brand- und Löschlehre, Löschwasserentnahme, Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft, Umweltschutz, Hygiene, Grundtätigkeiten Löscheinsatz, Brandsicherheitswachdienst, Löscheinsatz und Rettung, Mechanik, Einsatzdurchführung, Technische Hilfeleistung und Rettung.
Nach erfolgreichem Lehrgangsabschluss sind auch die jungen Absolventen Retter, auf die wir uns verlassen können und in deren Händen wir sicher sind. Dafür haben sie einen Löwenanteil ihrer Freizeit geopfert und werden es auch weiterhin tun. Lohn erhalten sie für ihre freiwillige Tätigkeit bei der Feuerwehr nicht. Ihr Einsatz steht unter dem Motto: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Es muss dem Nächsten also selbstverständlich sein, den enormen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren entsprechend zu achten und zu würdigen.
Ein Dank der Waldbröler und Morsbacher Feuerwehren geht an die Firma NOIRON und die Firma PEISKER, auf deren Betriebsgeländen einige praktische Übungen stattfanden. (Gina Barth-Muth - 29.03.2009 18:03)
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