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Blaulicht
Gummersbach - Mit einer Schusswaffe hatte ein 20-jähriger Gummersbacher, Ende November 2008, einen Taxifahrer bedroht und ausgeraubt. Der Täter war als Fahrgast an der Aggerhalle in Dieringhausen in das Taxi des 32-Jährigen eingestiegen und hatte den Fahrer plötzlich aufgefordert anzuhalten. Mit der erbeuteten Geldbörse konnte der Täter erst einmal unerkannt fliehen.
Nach aufwändigen Ermittlungen durch das KK 11/31 konnte der 20-jährige Gummersbacher jedoch inzwischen überführt und am 12. Februar an seiner Wohnanschrift in Gummersbach vorläufig festgenommen werden. Der junge Mann wurde nach seiner Vernehmung wieder entlassen. (red.-18.02.2009 13:15)
Oberberg - Während des Straßenkarnevals 2009 verhängt die Polizei im Vorfeld wieder Aufenthalts- und Betretungsverbote gegen polizeibekannte Schläger und Unruhestifter. Den insgesamt 13 Betroffenen ist es untersagt, zu festgelegten Zeiten die Ortskerne bestimmter Kommunen, die Hauptfeierzone des Straßenkarnevals sind, zu betreten oder sich dort aufzuhalten.
Der Wipperfürther Stadtkern ist für insgesamt zehn Personen tabu, während für Radevormwald, Lindlar und Morsbach je ein Verbot verfügt wird. Die Betroffenen sind im Alter von 16 bis 20 Jahren und wohnen in Wipperfürth, Marienheide, Radevormwald, Lindlar, Nümbrecht u. Kierspe. Im letzten Jahr erhielten noch 21 männliche Personen im Vorfeld ein "Karnevalsverbot" ausgesprochen, hierbei waren zusätzlich Engelskirchen und Wiehl betroffen. Doch bis auf zwei Ausnahmen haben alle früheren Unruhestifter ihre Chance genutzt und sind zwischenzeitlich nicht mehr aufgefallen, so dass sie dieses Jahr wieder mitfeiern dürfen - friedlich. Insofern scheinen die Aufenthalts- und Betretungsverbote ihre präventive Wirkung zu entfalten.
Weiterhin gilt, wer aktuell durch Pöbeln, Randalieren oder sonstige Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen auffällt, muss ebenfalls mit einem sofortigen Ausschluss von allen öffentlichen Karnevalsveranstaltungen rechnen. Dies musste im jüngsten Fall ein 16-Jähriger aus Nümbrecht erfahren, der am zurückliegenden Wochenende am Busbahnhof Morsbach einen anderen Jugendlichen angegriffen und ihm dabei das Nasenbein gebrochen hatte. Er erhält ein "Karnevalsverbot" für Morsbach. Die eingesetzten Polizeibeamten werden gezielt fahnden. Wer trotz Verbotes angetroffen wird, muss mit einem Zellenaufenthalt und einem Zwangsgeld von 250 € rechnen. (red.-18.02.2009 12:29)
Oberberg - Die Unfallstatistik der Polizei weist für 2008 einen Rückgang von schweren Unfällen auf. Im vergangenen Jahr gab es weniger Tote und Schwerverletzte auf Oberbergs Straßen als in 2007. Mit der Aufklärungsquote von Unfallfluchten mit Sachschäden liegt die Kreispolizeibehörde landesweit an erster Stelle. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden aller Unfälle liegt bei rund 83 Mio. Euro.
Das Unfalllagebild des Oberbergischen Kreises des Jahres 2008 weist gegenüber 2007 einen Rückgang der Gesamtunfälle (6854 zu 6765) von -1,3 % auf und liegt dennoch 0,7 % über dem Mittelwert der letzten fünf Jahre. Während es bei den schweren Unfallfolgen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls einen Rückgang gab (Tote von 17 auf 11, Schwerverletzte von 265 auf 231) stieg die Zahl der leicht verletzten Personen von 872 auf 922. Verglichen mit dem Fünf-Jahres-Mittelwert ergeben sich für 2008 folgende Zahlen: Tote: -31,25 %, Schwerverletzte: -17,8 %, Leichtverletzte: -1,3 %.
Mit einer Verunglücktenhäufigkeitszahl (VHZ) von 406 (bezogen auf 100.000 Einwohner) liegt der Oberbergische Kreis noch unter der des Landes NW (447). Unter 47 Behörden belegt der Kreis mit dieser VHZ den 22.Platz.
Die Unfallhäufigkeit (UHZ) betrug im Oberbergischen Kreis 2359 (berechnet anhand der Zahl aller erfassten Verkehrsunfälle und ebenfalls bezogen auf 100.000 Einwohner), während der Landesschnitt bei 3103 lag. Damit liegt der Oberbergische Kreis an 8. Stelle im Land.
Die niedrigste Verunglücktenhäufigkeit des Oberbergischen Kreises wies die Gemeinde Marienheide (285) auf.
Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden bezifferte sich auf insgesamt 82.963.693 €
Häufigste Unfallursachen:
Fehler beim Abbiegen - 23,8%
Unangemessene Geschwindigkeit - 20,3%
Vorfahrt / Vorrang - 12,2%
Alkohol - 6,5%
Die Prozentzahlen der o.a. Ursachen sanken gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Alkoholisierungsgrad bei festgestellten Alkohol-Verstößen nach Verkehrsunfällen von Pkw-Fahrern betrug wie 2007 und 2006: 1,6 ‰!
Aktiv verunglückte Kinder
Die Zahl der aktiv verunglückten Kinder nahm in den vergangenen Jahren ständig ab. In 2008 verunglückten 59 Kinder (-13,2 % gegenüber dem Vorjahr). Die Verunglücktenzahl liegt 18,1 % unter dem Mittelwert der Jahre 2003-2007.
Passiv verunglückte Kinder
Ähnlich sieht die Entwicklung bei den passiv verunglückten Kindern (Mitfahrer) aus: von 38 Verunglückten im Jahre 2007 sank die Zahl auf 32 im Jahre 2008. Dies bedeutet einen Rückgang um 15,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Verunglücktenzahl liegt um 21,9 % unter dem 5-jährigen Mittelwert 2003-2007. (Platz 18 bei der Verunglücktenhäufigkeit von insgesamt 47 Behörden). Die bereits ständigen Aufklärungsaktionen bzw. Appelle sowie repressive Maßnahmen im Hinblick auf die Anschnallpflicht haben offensichtlich Wirkung gezeigt. Die Zahl der verunglückten Kinder auf Schulwegen veränderte sich erheblich gegenüber dem Vorjahr. Als Fußgänger und Radfahrer verunglückten fünf Kinder auf diesem Wege (2007: 14 Kinder). In der Zielgruppe Kinder nimmt der Oberbergische Kreis Platz 3 von insgesamt 47 Behörden ein.
Aktiv verunglückte junge Erwachsene
Die Zahl der aktiv und passiv Verunglückten dieser Altersgruppe stieg wie im Vorjahr erneut an (von 287 auf 305, +6,3 %) und liegt damit 5,2 % über dem 5-jährigen Mittelwert. Auffallend ist, dass dieser Personenkreis erneut häufig an Alkoholunfällen als Fahrzeugführer beteiligt war: von 142 Unfällen gingen 44 auf deren "Konto" = 31,0 % ! (2007: 35,0 %), obwohl die Gruppe nur 8,4 % der Gesamtbevölkerung ausmacht. Während es im letzten Jahr sieben tödlich Verunglückte in dieser Altersgruppe gab, waren in 2008 insgesamt drei Tote zu beklagen.
Verunglückte Senioren
Obwohl die Zahl der aktiv und passiv Verunglückten gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % (von 114 auf 117) anstieg (Land NW - 4,1 %), steht der Oberbergische Kreis noch auf dem 17.Platz bei der VHZ aller 47 Kreispolizeibehörden im Land NW. Tödlich verunfallten drei Mitbürger über 65 Jahre, wie 2007.
Kradfahrer
Das hiesige Kreisgebiet mit seiner anspruchsvollen und attraktiven Topographie in Verbindung mit vielen Freizeitmöglichkeiten ist für motorisierte
Zweiradfahrer weiterhin interessant. Trotz gezielter Überwachungsmaßnahmen - u.a. Netzwerk Kradfahrer - sank die Zahl der an Verkehrsunfällen (ohne Kategorie 5) beteiligten motorisierten Zweiradfahrer gegenüber dem Jahr 2007 nur geringfügig (258 zu 247). Bei den Kradfahrern (Kräder über 125 ccm) sank die Zahl um 12,6 % von 135 auf 118 während sie bei den Klein- und Leichtkrafträdern um 7,5 % von 120 auf 129 sank. Die Unfallfolgen bei Verkehrsteilnehmern mit schweren Maschinen sind dennoch nach wie vor besorgniserregend: drei Kradfahrer verloren bei Unfällen auf Oberbergs Straßen ihr Leben, 34 wurden schwer und 61 leicht verletzt.
Fußgänger / Radfahrer
Die Zahl der verunglückten Fußgänger sank gegenüber 2007 um 4,3 % von 116 auf 111 und liegt 7,5 % unter dem Mittelwert 2003-2007. Hier fallen Gummersbach, Radevormwald, Waldbröl und Wipperfürth auf, die mit ihren Verunglücktenhäufigkeitszahlen zum Teil erheblich über der des Kreises liegen.
Die Zahl der verunglückten Radfahrer stieg gegenüber 2007 um 4,6 % von 108 auf 113 an. Sie liegt 16,5 % über dem Mittelwert 2003-2007. In sechs Kommunen (Bergneustadt, Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth, Morsbach und Engelskirchen) ist die Verunglücktenhäufigkeit höher als der
Kreisdurchschnitt.
Verkehrsunfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort
Trotz eines (auch landesweiten) Anstieges der aufgeklärten Fälle liegt die Kreispolizeibehörde mit ihrer Aufklärungsquote von 55,5 % bei Verkehrsunfällen mit Flucht weiterhin an erster Stelle im Land. Von insgesamt 1089 Unfällen "mit Flucht" im Jahr 2008 wurden 604 geklärt. Von 77 Unfällen mit Personenschaden und Flucht wurden 62 geklärt (eine Aufklärungsquote von 80,5 % und Rang 2 im Land). (red.-18.02.2009 06:25)
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| Handy klingelt: Hallo Schatz…! | 
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