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Blaulicht
Deutsche, niederländische und belgische Strafverfolgungsbehörden fahnden nach einem Sexualstraftäter, der in den zurückliegenden 19 Jahren in der Rheinschiene, im Saarland, im Raum Eupen (Belgien) und in Steyl bei Venlo (Niederlande) als Vergewaltiger und mit der so genannten „Mitleidsmasche“ in Erscheinung getreten ist. Mögliche weitere Opfer sollen sich melden.
Die Handschrift des Vergewaltigers
Die Ermittler kennen die „Handschrift“ des Täters: So erfolgten die Vergewaltigungen, nachdem der Täter in Wohngebäude, Altenheime (hier waren Pflegekräfte Opfer) oder Studentenwohnheime eingestiegen war oder sich eingeschlichen hatte. In einigen Fällen war er seinen Opfern auch mit dem Pkw oder zu Fuß gefolgt.
Die Mitleidsmasche
Anders sieht seine Vorgehensweise bei der „Mitleidsmasche“ aus. Hier klingelt er an der Tür und gibt vor, auf der Suche nach einer Behindertenstätte zu sein und auf Grund einer Behinderung seine Arme nicht bewegen zu können. Er bittet dann um Hilfe beim Urinieren. Helfen ihm die Frauen, stellt sich heraus, dass sein Vorgehen eindeutig sexuell motiviert ist.
An neun Tatorten DNA des Täters gefunden - 60 weitere Fälle möglich
Der Zusammenhang zwischen den Taten konnte auch deshalb hergestellt werden, weil in bislang neun Fällen bei der Spurensicherung DNA des Täters gefunden wurde. So konnten sieben Vergewaltigungen, eine „Mitleidsmasche“ und ein Fall von Exhibitionismus (hier verfolgte er sein Opfer und zeigte sich diesem anschließend offensiv) dem gleichen Täter zugeordnet werden. Daneben gibt es rund 60 weitere Fälle (darunter 45 Fälle der „Mitleidsmasche“), für die er auf Grund des modus operandi als Täter in Frage kommen könnte. Diese Zahl könnte noch steigen, da nach Einschätzung der Ermittler aus Scham noch lange nicht alle Fälle der „Mitleidsmasche“ bei der Polizei angezeigt wurden.
Bislang bekannte Tatorte
Die bis jetzt bekannt gewordenen Tatorte liegen in Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Krefeld, Saarbrücken, Steyl bei Venlo und im Raum Eupen (Eupen, Raeren, Weismes, Herve).
Fallanalytiker des Landeskriminalamtes, die durch einen belgischen und einen niederländischen Kriminalisten unterstützt werden, gehen davon aus, dass der Täter sich aktuell abwechselnd im Raum Eupen/Weismes und im Bereich Köln/Bonn aufhält.
Keine genaue Beschreibung des Täters
Fest steht: Er wird als 35- bis 50-Jähriger von unauffälliger Gestalt und Körpergröße mit dunklem Haar beschrieben. Schon bei der Nationalität oder Ethnie des Täters gehen die Beschreibungen der Opfer auseinander. Es wurden mehrfach „Phantombilder“ veröffentlicht, doch führten diese ebenso wenig zum Erfolg wie eine Fahndung in der Sendung „Aktenzeichen XY“ im März 2007. Die Opfer beschrieben den Täter sehr unterschiedlich. Die bisher erstellten Phantombilder weichen daher erheblich voneinander ab, weshalb auf die Veröffentlichung dieser sehr unterschiedlichen Phantombilder verzichtet wird.
Wie der „unscheinbare Nachbar“
Ein Bild vom Täter ergibt sich über die Orte, an denen er aufgetreten ist, seine Handlungsweisen und natürlich seine DNA. Kriminaldirektorin Anette Cruel: „Das Auffällige an ihm ist seine Unauffälligkeit. Ihm steht ganz sicher nicht auf der Stirn geschrieben, dass er ein Sexualstraftäter ist. Er ist der unscheinbare Nachbar, dem niemand diese Tat zutraut“.
Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung und fragt: Wer kennt einen Mann, der in einer der genannten Tatregionen lebt und Bezüge zu einer der anderen Tatortbereiche aufweist?
Opfer sollen sich bei der Polizei melden
Darüber hinaus werden Frauen, die ebenfalls Opfer des Täters wurden, dringend gebeten, dies der Polizei zu melden. Dies gilt auch für Vorfälle, die bis zu 20 Jahre zurückliegen können. Anette Cruel: „Solche Hinweise sind für uns sehr wichtige Mosaiksteine. Es ist für uns hochinteressant, zu wissen, wann unser Täter wo zugeschlagen hat.“ Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. (red.-23.02.2010 16:43)
Waldbröl - Gestern Morgen (22.02.) verunglückte ein 57-jähriger Autofahrer schwer. Die Gründe hierfür sind nach wie vor ungeklärt. Der 57-jährige befuhr mit seinem Renault Megane gegen 9:10 Uhr die Kreisstraße 17 aus Richtung „Auf der Hardt“ kommend. Er kam etwa 50 Meter vor dem Ortseingang Rölefeld nach links von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Der schwer verletzte Autofahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren. Es entstand mittlerer Schaden. (red.-23.02.2010 12:05)
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| Handy klingelt: Hallo Schatz…! | 
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