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"Wer weniger bezahlt, macht sich strafbar"

„Sauberer Lohn“ fürs Putzen - 8,82 Euro pro Stunde neues Limit

Klare Sicht auf einen „sauberen Lohn“: Wer putzt, bekommt ab diesem Monat mehr Geld. Darauf hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU hingewiesen. Foto: Petra Berger
Oberberg - Die über 3.400 Gebäudereiniger im Oberbergischen Kreis verdienen ab Januar mehr Geld. Darauf hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Köln-Bonn hingewiesen. Eine Reinigungskraft, die Vollzeit arbeitet, habe jetzt monatlich gut 45 Euro mehr auf dem Lohnzettel. Der neue Mindestlohn in der Gebäudereinigung betrage 8,82 Euro pro Stunde.

„Kein Unternehmen und kein Privathaushalt im Oberbergischen Kreis darf weniger bezahlen. Wer das tut, macht sich strafbar“, sagt Hans Peter Eschweiler. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Köln-Bonn verweist darauf, dass für Glas- und Fassadenreiniger, die in der Gebäudereiniger-Gewerkschaft sind, ab sofort ein neuer Tariflohn von 11,68 Euro gilt.

Einen kräftigen Zuschlag gibt es ab Januar auch für die Auszubildenden in der Gebäudereinigung: Im ersten Lehrjahr bekommen sie monatlich 20 und im dritten Lehrjahr sogar 30 Euro mehr - ein Plus von 3,7 Prozent. „Am Ende seiner Ausbildung hat ein Gebäudereiniger-Azubi im Oberbergischen Kreis damit jetzt 820 Euro pro Monat auf dem Konto“, so Hans Peter Eschweiler.

Die Arbeitgeber der Gebäudereiniger-Branche hätten eingesehen, dem Nachwuchs mehr bieten zu müssen. So sei es gelungen, den Beruf insgesamt attraktiver zu machen. „Immerhin ist die Gebäudereinigung ein Handwerk. Hier wird eine ebenso saubere wie qualifizierte Arbeit gemacht. Und die hat ihren Preis. Chemie und Materialkunde spielen dabei eine große Rolle. Das ist heute schon fast eine Wissenschaft für sich“, so Hans Peter Eschweiler. (red.-11.01.2012 13:35)


 


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