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Premiere im Schau-Spiel-Studio Oberberg

„Nathan der Weise“

(Foto: istock © dudidoopic8)
Wiehl - Zum ersten Mal in diesem Jahr hebt sich im Schau-Spiel-Studio Oberberg am Freitag, 20. Januar um 20:00 Uhr der Premierenvorhang. In einer Inszenierung von Raimund Binder, der auch die Titelrolle übernommen hat, zeigt das Schau-Spiel-Studio das Drama „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing.

Nathan, ein reicher Jude, ist gerade von einer Geschäftsreise in seine Heimatstadt, das Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge zurückgekehrt. Er erfährt, dass seine Tochter Recha von einem Tempelherrn vor dem Feuertod gerettet worden ist. Dieser Tempelherr, Angehöriger eines christlichen Ordens, verdankt selbst sein Leben der unerwarteten Begnadigung durch den Sultan Saladin, der beim Anblick des jungen Mannes dessen Ähnlichkeit mit seinem verstorbenen Bruder Assad bemerkte. Nathan bewegt den Tempelherrn dazu, seiner Tochter Recha einen Besuch abzustatten und ihren Dank entgegenzunehmen.

Sultan Saladin, der die Freigiebigkeit und die Klugheit des Juden

Nathan auf die Probe stellen will, fragt Nathan nach der »wahren Religion«. Nathan antwortet ihm mit der Ringparabel: Ein Vater von drei Söhnen hatte einen Ring, der die Eigenschaft besaß, seinen Träger »vor Gott und Menschen angenehm zu machen«. Um seine Söhne gleichermaßen beerben zu können, lässt der Vater zwei Duplikate des Rings anfertigen und übergibt vor seinem Tod jedem Sohn einen Ring. Als unter ihnen ein Streit über den echten Ring entsteht, schlichtet ein kluger Richter den Streit, indem er jeden der drei auffordert, »die Kraft des Steins in seinem Ring' an Tag zu legen«, also durch praktische Humanität und mitmenschliches Verhalten die dem Ring zugeschriebene Wirkung zu verwirklichen. Der tiefbeeindruckte Sultan trägt dem Juden seine Freundschaft an.

Der Tempelherr verliebt sich unterdessen in Nathans Tochter Recha und begehrt sie zur Frau, doch Nathan, der einen nahen Verwandten in ihm vermutet, verweigert ihm dies. Als der Tempelherr erfährt, dass Recha gar nicht die Tochter Nathans, sondern ein christlich getauftes Waisenkind ist, wendet er sich an den Patriarchen von Jerusalem. Der will Nathan mit einer Intrige zu Fall bringen, schickt jedoch zu diesem Zweck just den Klosterbruder, der vor achtzehn Jahren als Reitknecht die elternlose Recha dem Nathan anvertraut hat…

“Nathan der Weise”
Gotthold Ephraim Lessing

Eine Inszenierung des Schau-Spiel-Studio Oberberg

Regie: Raimund Binder
Regieassistenz: Hiltrud Binder

Es spielen:
Johannes Schima (Sultan Saladin)
Angela Harrock (Sittah)
Raimund Binder (Nathan)
Lisa Tormann (Recha)
Silke Thierbach (Daja)
Colin Knura (Tempelherr)
Eckhard Pfiffer (Derwisch)
Hans-Gerd Pruß (Patriarch)
Thomas Knura (Klosterbruder)

sowie als Volk
Fabian Beer, Daniela Kuhn-Berger, Andreas Ley, Michael Ludwig,
(red.-04.01.2023 12:15)


 


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