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| Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land/Felix Leng |
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Lindlar - Thomas Braun, Obermeister der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Bergisches Land, wandte sich dieser Tage, während der Lossprechung auf :metabolon in Lindlar, an die anwesenden Junggesellen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, Oberberg und Leverkusen: „Sie sind sie Zukunft unseres Handwerks! Sie starten gut aus- gebildet ins Berufsleben. Schöpfen Sie Ihr Potenzial weiter aus, denn Sie haben alle Möglichkeiten. Jetzt gilt es, daraus etwas zu machen.“
Er unterstrich außerdem, wie wichtig das Ehrenamt im Handwerk ist und warb gleichzeitig bei den jungen Leuten, sich dort zu engagieren: „Ohne Ehrenamt im Handwerk geht nichts. Der Prüfungsausschuss setzt sich aus ehrenamtlich Tätigen zusammen. Ohne diesen Ausschuss gibt es irgendwann keine Prüfungen mehr und damit nicht mehr genügend Handwerker.“
Willi Reitz, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, machte mit seinem Zitat „Morgen ist, was du daraus machst“, deutlich, wie wichtig es ist, an das Morgen, an die Zukunft zu
denken und wie sehr man sein eigenes Schicksal und seinen beruflichen Werdegang selbst in den Händen hält. Zwei Lehrer aus den Berufsschulen fassten vor allen Gästen noch einmal zusammen, wie das Schulbankdrücken während der Ausbildungszeit geklappt hat und wie stolz sie seien, dass die jungen Leute jetzt losgesprochen werden.
Bevor die anwesenden Junggesellen nach dreieinhalb Jahren Ausbildung ihren Gesellenbrief bei der Lossprechungsfeier entgegennehmendurften, durften sich die Nachwuchshandwerker einer ganz besonderen Tradition stellen: Sie wurden von den Pflichten ihrer Lehrzeit losgeschlagen - mit Hammer und Kehrblech. Für diesen Zweck standen drei unterschiedlich große Hämmer zur Auswahl. Bei Bedarf durften auch die Lehrmeister oder Angehörigen das Losschlagen übernehmen, was sich manche nicht zweimal sagen ließen.
Hierbei galt: „Hat sich der ehemalige Auszubildende in seiner Lehrzeit ewas zu Schulden kommen lassen, so wird er oder sie bei der Lossprechung davon losgeschlagen“. Natürlich gab es bei dieser Tradition keine blauen Flecken, denn ein Kehrblech wurde vor das Gesäß des ehemaligen Auszubildenden gehalten, so dass mit dem Hammerschlag vor allem ein effektvolles Geräusch entstanden ist. Unter großem Getöse und mit viel Spaß wurden alle Gesellen losgeschlagen und erhielten anschließend ihre Gesellenbriefe.
Beglückwünscht wurden sie von den Lehrlingswarten Daniel Scholz und Andreas Sieberts sowie vom Obermeister Thomas Braun, dem stellvertretenden Obermeister Sebastian Wurth und dem Vorstandsmitglied Marcel Manente, der an dem Abend das Losschlagen übernahm, wenn sich kein Meister oder Familienangehöriger fand.
Nach der Überreichung des Gesellbriefes trugen sich die frischgebackenen Junggesellen noch traditionell in ein Buch der Innung ein, das schon seit vielen Jahren die Namen der Losgesprochenen festhält. Tradition und Innovation werden in diesem Gewerk vereint. Badezimmer in Wohlfühloasen zu verwandeln ist nur einer der Bereiche der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Hinzukommen die Bereiche Heizungsanlagen, umweltschützende Energietechnik oder auch Klima- und Lüftungsanlagen, die gerade unter dem Gesichtspunkt der Energiewende eine tragende Rolle spielen. Das alles gehört ab jetzt zum beruflichen Alltag der 81 neuen Fachkräfte, darunter eine Frau.
Besonders freuen konnten sich diese Prüfungsbesten über ihre tollen Ergebnisse:
Platz 1: Lukas Tiago Bolte aus Rösrath; gelernt bei Haustechnik Dietz GmbH, Rösrath
Platz 2: Erik Wild aus Rösrath; gelernt bei Jörn Wagner GmbH, Rösrath
Platz 3: Thorben Anand Engstfeld aus Wiehl; gelernt bei Harm Haustechnik Inh. Angelo Prinz, Wiehl
Platz 4: Lukas Thiessen aus Nümbrecht; gelernt bei Hans GmbH Installationen und Heizungsbau, Wiehl
Platz 5: Hamidreza Golpari aus Leverkusen; gelernt bei Steinkühler Wasser & Wärme GmbH & Co. KG, Leverkusen
Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Bergisches Land wünschen den neuen Fachkräften für ihren privaten und beruflichen Weg alles Gute und viel Erfolg. (red.-
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