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Familienwanderung des Heimatvereins Morsbach zum Heider Berg

Herrliche Ausblicke und einige Sehenswürdigkeiten

„Auf grünen Wanderwegen…“ Die Wandergruppe auf der Höhe von Hahn (Foto: Hermann-Josef Schuh)
Morsbach - Wieder hatte der Heimatverein Morsbach zur traditionellen Familienwanderung zum 1. Mai eingeladen. Der neue Vereinsvorsitzende, Dirk Fassbender, konnte rund 70 Teilnehmer begrüßen. Als Ziel war der erst im vergangenen Monat durch den Verein aufgestellte überdimensionale Bilderrahmen mit Waldsofa am Heider Berg durch den Vorstand ausgewählt worden.

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich um 10 Uhr die großen und kleinen Wanderer mit Rucksäcken, Hund und Kinderwagen auf den rund acht Kilometer langen Weg. Vom Kurpark aus ging es an
der Wisser und Hardt entlang bis zur Brücke am neugestalteten Freizeitgelände im „Bahnhofsviertel“. Von dort aus bog die Strecke rechts ab am Sportplatz vorbei ins idyllische Rossenbacher Tal.

Für die Morsbacher ist dieses Tal von besonderer Bedeutung. Über Jahrhunderte wurde hier Bergbau betrieben. Das Mundloch der Grube Magdalena am Anfang des Tales (Firma Tillmann) ist einer der wenigen stummen Zeugen aus dieser Zeit. 1912 wurde der Betrieb eingestellt. Der Bergbau im Gemeindegebiet war damit Geschichte.

Für die Wanderer ging es weiter an einem Bach entlang, zwischen Wiesen und Wäldern, zum Weiler Rossenbach. Dieser Hof ist schon 1575 in der berühmten Karte des Bergischen Amtes Windeck und der Herrschaft Homburg von A. Mercator, neben wenigen anderen Höfen im Gemeindegebiet, zu finden.

Weiter führte der Weg auf eine Anhöhe zur Ortschaft Hahn. Hier wird deutlich warum die ersten Bewohner diesen Ort als Ansiedlung gewählt haben müssen. Hahn ist wohl der Ort in der Gemeinde, wo die Sonne die längste Zeit zu sehen ist. Schon 1492 wird ein „Brauns Tiel vom Han“ in Akten über Gebrechen Berg-Homburg im Kirchspiel Morsbach genannt.

Am Ortseingang begrüßen zwei neugeborene Kälbchen die Wanderer. Nette Begegnungen mit vierbeinigen Mitgeschöpfen machen die stillen Wege erst richtig interessant. Welche Rasse es auch immer
sein mag - hier grasen Schönheiten. Trotz ihrer Theaterpremiere mit dem Stück: „Hände hoch, wir sch(l)ießen!“ ließ es sich Schauspielerin Birgit Leidig nicht nehmen, in der Dorfmitte die „Sehenswürdigkeiten“ ihres Wohnortes zu präsentieren.

„Von nun an gings bergab…“ Nach der kurzen Verschnaufpause führte ein Feldweg geradeaus zum Heider Berg. Hier konnten sich die Freunde des Heimatvereins bei einer Getränkepause von der neu geschaffenen Freizeiteinrichtung überzeugen. Schöne Aussichten von Morsbach in Szene gesetzt. Diese exponierte Lage im Gemeindegebiet zeigt einen Panoramablick der besonderen Art.

Die Wanderfreunde des Heimatvereins Morsbach am 1. Mai auf dem Heider Berg (Foto: Hermann-Josef Schuh)

Natürlich wurde der große Fotorahmen auch gleich für ein Gruppenfoto aller Teilnehmer genutzt. Danach ging es wieder den Berg hinab zum Tennisheim am Kurpark. Nach der 2,5-stündigen Wanderung konnten sich die Teilnehmer bei „Speis und Trank“ stärken und den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen. Die erfahrenen Grillmeister Marlies Roth und Roland Banthel hatten die Würstchen auf den Punkt fertig und Bäckermeister Hans-Joachim Rosenbaum hatte extra einen Blechkuchen gebacken.

Offensichtlich war den Kindern die Strecke nicht anspruchsvoll genug. Immer noch nicht müde, tobten sie sich im Sand der Tennisplätze aus, sodass die Schriftführerin des Vereins, Marianne Rosenthal, ihre Enkel schließlich nur noch mit einer Kneifzange anfassen konnte.

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins wurde Werner Schuh zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 20 Jahre lang hatte er den Verein geleitet. Der neue Vorsitzende, Dirk Fassbender, nutzte das Zusammentreffen vieler Mitglieder, um ihm für seine Verdienste nachträglich eine Urkunde zu überreichen. (Hermann-Josef Schuh-Sonntag, 3. Mai 2026)


 


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