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| Turbulent ging es wieder bei der Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins Morsbach zu. (Alle Fotos: Christoph Buchen) |
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Morsbach - „Es gibt momentan so viel Driss auf der Welt - da möchten wir Ihnen heute Abend ein Lachen ins Gesicht zaubern!“ Mit diesen Worten begrüßte kürzlich der Spielleiter und Regisseur der Theatergruppe „Vürhang op“ des Heimatvereins Morsbach die Zuschauer. Insgesamt sechs Mal stand das 15-köpfige Ensemble Anfang Mai auf der Bühne der Kulturstätte, um den Dreiakter „Hände hoch, wie sch(l)ießen!“ von Regina Harlander aufzuführen.
Der kräftige Beifall des Publikums bestätigte den Laiendarstellern, dass sich die achtmonatigen Proben gelohnt haben. Und es wurde in der Tat viel gelacht.
Der Inhalt der Komödie ist schnell erzählt. Der Sparbank in Morsbach droht nach einer desaströsen Kundenumfrage die Schließung. Die beiden Bankangestellten Betty Klein (gespielt von Dagmar Hombach) und Melanie Geschwind (Nicole Selhorst) sowie der Filialleiter Gustav Eisenreich (Jens Mauelshagen) bangen daher um ihren Job.
Sie sagen sich: Wenn wir schon Pleite gehen, dann bitte öffentlich. Mit Raumpflegerin Reinhilde Reinlich (Ingrid Diederich) und dem ständig klammen Pechvogel Fritz (Uwe Mauelshagen) planen sie einen fingierten Banküberfall als PR-Gag, der allerdings in die Hose geht, weil die Technik versagt.
Der neugierige Hausvermieter Anton Hurtig (Carsten Stockburger), die gut betuchte Frau von Reichenstein (Birgit Leidig), der Konkurrenzbanker von der Reifenbank, August Geldbacher (Horst-Jürgen Kaufmann), und die brutale Personalchefin der Sparbank Martha Pfahl (doppelt besetzt mit Sabrina Schneider und Melissa Braun) mit ihrem Assistenten Johannes Kraut (Kevin Brast) sorgen mit urkomischen Situationen für allerlei Verwirrungen und Chaos. Im Finale wendet sich aber alles wieder zum Guten.
Toller kurzer Gag am Ende: Das Publikum hört laute Bohrgeräusche. Dann öffnet sich am vorderen Bühnenrand plötzlich ein rundes Loch und heraus kriechen vier maskierte Bankräuber, die sofort Fersengeld geben und den Saal fluchtartig verlassen. Hinter den Bankräubermasken verbargen sich Karl-Josef „Kauert“ Reifenrath, Brigitte Kötting, Jonas Holschbach und Mathias Effenberg.
Der Beifall des Publikums war ihnen sicher.
Spielleiter Dirk Kamieth dankte zum Schluss Souffleuse Bettina Grabowski, der „Maske“ Marion Klein und Gerda Kleusberg sowie allen, die zum Gelingen der Aufführungen beigetragen haben. (Christoph Buchen-09.05.2026 19:18)
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