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| NABU-Vorsitzender Christoph Buchen dankt Igelexpertin Sarah Noll für ihren Fachvortrag. (Foto: Hans-Georg Buchen) |
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Morsbach - Immer weniger Insekten kleben an den Windschutzscheiben der Autos und kaum noch werden Igel und Eichhörnchen überfahren. „Ist das eine gute Entwicklung?“, fragt sich der aufmerksame Naturbeobachter. Die oberbergische Igelexpertin Sarah Noll gab kürzlich bei der Jahreshauptversammlung des NABU Morsbach eine Antwort auf diese Frage. „Die Tiere sind seltener geworden und sterben daher weniger häufig den Auto-Tod“, meinte sie und bedauerte den Artenrückgang. Am Beispiel des Igels schilderte die Expertin die derzeitige Situation des Stacheltieres im Oberbergischen.
„Igel sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt“, stellte Noll fest. Nicht nur im Straßenverkehr finden die Tiere den Tod, auch Mähroboter, Gartenteiche ohne Flachwasserzonen, tiefe Kellerschächte und Brauchtumsfeuer stellen große Gefahren für sie dar. Die Igelexpertin hatte auch Tipps, wie man den Tieren helfen kann. Gartenbesitzer können Igel fördern, indem sie eine „wilde Ecke“ auf dem Grundstück belassen mit viel Laub und Versteckmöglichkeiten.
Gartenzäune sollten zum Nachbargrundstück einen Durchlass haben, damit sich der Igel frei bewegen kann. Mähroboter müssen nachts geparkt werden. Und kurz vor dem Anzünden sollten Martins- und Osterfeuer umgeschichtet werden, damit die darin versteckten Igel nicht elendig verbrennen. Schließlich können auch Igelschlaf- und Futterhäuser im Garten aufgestellt werden.
Vor dem Igelvortrag hatte Vorsitzender Christoph Buchen bei der NABU-Versammlung einen umfangreichen Rechenschaftbericht über die Aktivitäten der letzten beiden Jahre vorgetragen und neue Veranstaltungen für das Jahr 2027 in Morsbach angekündigt.
Wer Igel beobachtet hat oder sich über den Schutz der Tiere informieren möchte, kann sich an die Biologischen Station Oberberg oder den NABU Oberberg wenden und ein Faltblatt anfordern (Email: oberberg@bs-bl.de oder igelhilfe@nabu-oberberg.de). (red.-21. Oktober 2026)
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