Dümmlinghausen - Drei Jugendliche hatten mal so richtig zugelangt und in der Nacht von Freitag auf Samstag im Bereich "Alte Mühle" alles zertrümmert, was ihnen in die Finger kam. Die Polizei machte der Randale ein Ende, schickte zwei nach Hause und einen der 16-Jährigen über Nacht in die Ausnüchterungszelle. Damit war zwar erst einmal die nächtliche Ruhe wieder hergestellt, aber die mühevolle Arbeit der Aktiven war zunichte gemacht und die Schäden längst nicht behoben...
Das Trümmerfeld, das die drei tobsüchtigen Randalierer hinterlassen hatten, wollte Friedhelm Kannen, 1. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft und des Gartenbauverein Dümmlinghausen/Hesselbach/Bernberg, mit einigen Feuerwehrmänner wieder ins Lot bringen. Aber mit einfach mal wieder so richtig kräftig zupacken, war es hierbei nicht getan.
Die von den betrunkenen Unholden ins Wasser geworfene Pilz-Sitzgruppe aus Holz hatte sich inzwischen derart voll Wasser gesogen, dass eine Bergung per Muskelkraft durch die schmalen Rechengitter unmöglich war. Das Gleiche galt für die Beton-Blumenkästen. Kein Problem. Die Firma Ley-Krane war gleich zur Stelle und half kurzfristig mit einem Autokran, reichlich Know-how und Maschinenkraft.
Schadensregulierung
Ausgerüstet mit Gummistiefel und Sicherungsleinen wurden die Pilze mit tatkräftiger Hilfe der Feuerwehrmänner vom Kanalrohr bis zur Gitterluke gezogen und mit einer Kette gesichert. Kranfahrer Peter Spaniel hob die "schweren Dinger" dann aus dem Wasser, und setzte sie an den ursprünglichen Platz am Kriegerdenkmal wieder ab. Die liebevolle Herrichtung der Umlage wurde zwar in mühevoller Arbeit von ehrenamtlichen Helfern unentgeltlich geleistet, aber die Schadensregulierung dürfte den Randalierern eine teure Lehre sein. Wer derartig zuschlägt, dem flattert meist auch eine saftige Rechnung und eine empfindliche Strafe ins Haus. (soh-19.4.2004 23:19)
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