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Kinodokumentation zeigt die Folgen der Windräder für den Menschen

Vorrangfläche für Windräder an der Grenze zu Morsbach geplant

Sollte es zu der Errichtung von Windindustrieanlagen kommen, werden die Bürger unter anderem von Morsbach, Alzen, Stockshöhe und Stentenbach künftig diesen Blick haben. Fotomontage: BI Wildenburger Land
Morsbach - Seit Bekanntwerden der Bauanträge für sieben Windindustrieanlagen von je 240 Metern Höhe sind die Bürger der Ortsgemeinde Friesenhagen und mehrerer betroffener Ortschaften in der Gemeinde Morsbach, so zum Beispiel Stentenbach, Stockshöhe und Alzen, in heller Aufregung. Jetzt wurde auch noch amtlich bestätigt, dass die Verbandsgemeinde Kirchen, zu der Friesenhagen zählt, beabsichtigt, eine Vorrangfläche für Windindustrieanlagen in der Nähe der Gemeindegrenze zu Morsbach auszuweisen.

Der Oberbergische Kreis, die Gemeinde Morsbach und der NABU Morsbach können als Träger öffentlicher Belange derzeit zu diesem Vorhaben bis zum 15. März Stellung nehmen. Auch jeder betroffene Bürger kann bis zu diesem Termin Einspruch gegen die Ausweisung von Windkraft-Vorrangflächen bei der Verbandsgemeinde Kirchen (Lindenstr. 1, 57548 Kirchen) einlegen.

Die Bürgerinitiative Wildenburger Land (BI), bei der auch viele Morsbacher Mitglied sind, möchte mit einer Kinodokumentation zeigen, wie es den Menschen ergeht, die in unmittelbarer Nähe derartiger Windindustrieanlagen wohnen müssen.

Die BI lädt daher zur Filmvorführung von „End of Landschaft -Wie Deutschland das Gesicht verliert“ von Jörg Rehmann ein. Die Vorführung erfolgt am Samstag, den 16. März 2019, 18.30 Uhr, im Bürgerhaus in Friesenhagen-Steeg. Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an die Vorführung ist Gelegenheit zu einer Diskussion über den Film, und die BI gibt einen kurzen Bericht über den aktuellen Sachstand der Windkraftplanungen im Wildenburger Land mit den genauen geplanten Standorten.

In einer Pressemitteilung der BI heißt es:

„Sieben Anträge auf den Bau von bis zu 240 m hohen Windkraftriesen zwischen Wöllenbach und der Grenze zu Morsbach liegen der Kreisverwaltung in Altenkirchen seit Dezember 2018 vor. Es ist wohl kaum zu viel gesagt, dass im Falle der Verwirklichung die Natur im Wildenburger Land, der Charakter der Landschaft und die Identität der Ortsan¬sässigen sehr großen, nicht auszugleichenden Schaden nehmen würde.

Diese sieben Anträge bezeichnen unseres Erachtens einen möglichen Scheidepunkt in der Entwicklung des Wildenburger Landes, den es so seit Jahrzehnten seit der Bodenreform in den 1950er Jahren nicht mehr gegeben hat.

Wohin wird sich das Wildenburger Land entwickeln? Ist die jetzt beabsichtigte Industrialisierung des Waldes der Auftakt und das Einfallstor für weitere Infrastrukturprojekte? Oder werden wir - die Bürger und ihre politischen Vertreter - uns endlich und er¬kennbar des Wertes unserer naturnahen Umgebung bewusst, so dass wir alles für derer Erhalt bzw. Aufwertung tun werden?
Der Film zeigt anhand vieler Beispiele aus allen Regionen des Landes, wozu das führt, wenn man nicht genügend auf der Hut ist.“

Aus dem Klappentext des Films

„Die Energiewende ist das größte Infrastrukturprojekt in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Kostenhochrechnungen dafür gehen in die Billionen. Doch selbst 30.000 Windräder schaffen kaum mehr als 3 Prozent des deutschen Primärenergiebedarfes abzudecken.
Die Auseinandersetzungen um zerstörte Landschaften und Windradlärm haben die bislang friedlichen Landregionen in tiefgreifende Zerwürfnisse gestürzt. Auch durch den Naturschutz zieht sich ein schwerer Konflikt.

Wie sauber ist die „Handschrift der Energiewende“? Für Jörg Rehmann und die im Film befragten Experten ist die Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes der Lebensgrundlagen unbestreitbar. Mit der Ausbeutung der Erde kann und darf es so nicht weitergehen. Ein Film jenseits fernsehüblicher Berichterstattung über das Energiewendeland.“ (red.-06.03.2019 10:23)



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Verfasser:
Text:
Frank 06.03.2019
Der Artikel hört sich teilweise wie ein Aufruf zum Protest bzw. panikmache an: "Jetzt wurde AUCH noch amtlich bestätigt, ...", "in heller Aufregung"

Neutrale Berichterstattus sieht anders aus.

Alle wollen neue Energien und wenn es vor der eigenen Haustüre passiert, werden Bürgerinitiativen dagegen gebildet. Echt zum kotzen.

PS: Wir haben ein Haus in Alzen und Stockshöhe. Ich habe erst durch diesen Artikel davon erfahren und bin nicht in heller Aufregung.

Meine Meinung: Endlich wird mal was für die Umwelt getan.



Anwohnerin Stockshöhe 07.03.2019
Also vor Ewigkeiten hat man die Windmühle Richtung Birken -Honigsessen abgebaut und jetzt kommt direkt ein ganzer Park? Als würde es nicht reichen die ganzen Wälder abzuholzen, nein jetzt soll auch noch ein ganzer Wald von diesen Dingern dahin. Als würde es keine anderen Alternativen geben Wie wäre es z.B. mal wenn man auf die ganzen Industriegebäude die durch ihre Lüftungen schon einen höllen Lärm verursachen ein paar Solarzellen hinbaut?dann wären die riesen Hallen wenigstens zu etwas zu gebrauchen. ach nein dann würden diese Firmen ja ihren eigenen Strom "herstellen" und somit keine Vergünstigungen mehr von der Kommune bekommen.

Mitglied der BI und besorgte, betroffene Anwohnerin des Wildenburgerlandes 07.03.2019
@Frank: Endlich mal was für die Umwelt getan??
Wenn in einem ausgewiesenen Schutzgebiet hektarweise der Wald plattgemacht wird für diese Monster, die bedrohte Vogelarten nachweislich schreddern??
Auch wirst Du Dich bestimmt sehr darüber freuen, wenn die Schwertransporter, die die Anlagenteile zu den jeweiligen Standorten verbringen, vor Deiner Haustüre herfahren. Wenn die Anlagen dann stehen, hört sich der Lärm, den sie verursachen, für Dich bestimmt wie ein laues Lüftchen an. Die im Dunklen alle paar Sekunden aufleuchtenden Lichter werden Dich sicher in einen ruhigen Schlaf begleiten....Bitte einmal nachdenken, was das alles für Konsequenzen für die betroffenen Anwohner und die Tierwelt nach sich zieht.

PB 07.03.2019
Sorry Frank. "endlich wird mal was für die Umwelt getan" klingt gut - ist aber wie so oft zu kurz gedacht. Der Satz für sich gesehen liest sich schön und gut. Den Inhalt finden bestimmt auch sehr viele für gut.

Allerdings ist er in Verbindung mit der Errichtung von Windindustrieanlagen absolut fehl am Platz. Denn im weiträumigen Bereich dieser Anlagen wird aber auch garnichts für die Natur und Umwelt getan. Genau das Gegenteil ist hier der Fall. Natur und Umwelt wird massiv und großflächig zerstört.

Auf wessen Kosten - ein Blick in die eigene Stromabrechnung reicht als Auskunft. Hier steht auch Dein finanzieller Anteil des Subventionsirrsinn.

Und: Ja, man sollte/muß in heller Aufregeung und hellwach sein. Ist erst der Anfang gemacht, so kommt der brutale Rest automatisch hinterher. Zuerst waren es sieben, und dann kamen die weiteren ....

Man darf es einfach nicht auf die "leichte Schulter" nehmen. Es ist wie mit der Zündschnur. Die sieht mit ihrem zischenden abbrennen niedlich aus - der gr0ße Knall, das Erwachen kommt erst später. Aber er kommt, und
aus Erfahrung wissen wir alle - dann ist es zu spät.

Von diesen Anlagen profitieren nur die Subventionsabgreifer - sonst niemand. Vor allem nicht die Natur ! Umweltschutz geht anders !

Wer aber dennoch eine andere Meinung hat, sollte sich die angebotene Info`s am 16.03.2019 ansehen und anhören.

"echt zum kotzen" = ein dummer Spruch. Mal mit den Leuten reden welche inzwischen mit einer Vielzahl von diesen Teilen in ihrer Nähe leben müssen.

 


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