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Beeindruckendes Naturschauspiel

Außergewöhnliche Rast von 70 Weißstörchen in Morsbach

Weißstörche in der Kolpingstraße (Foto: C. Buchen)
Morsbach - Ein seltenes Naturschauspiel lockte Donnerstagabend und Freitagmorgen in Morsbach zahlreiche Schaulustige an. Etwa 70 Weißstörche haben auf verschiedenen Hausdächern im Ort Morsbach sowie in den Dörfern Hahn und Solseifen gerastet und übernachtet.

Der große Storchenschwarm erreichte die südlichste Gemeinde des Oberbergischen zunächst gegen 18.45 Uhr. Woher er kam, ist nicht bekannt. Johannes Mauelshagen hatte ihn zuerst über Seifen kreisen sehen und konnte dabei 70 Störche zählen. Gegen 19.00 Uhr landeten dann mindestens 30 der auch Klapperstörche genannten Großvögel auf mehreren Hausdächern in der Adolf-Kolping-Straße, wie Lisa Bauer vom NABU Morsbach berichtet.

Ein Storch war sogar beringt. Die Ringnummer konnte Bauer aber nicht entziffern.

Zeitgleich gingen dann auch Meldungen aus Hemmerholz, Solseifen und Hahn beim NABU ein. Birgit Leidig und Ursula Schmitz zählten alleine in Hahn auf Hausdächern, Bäumen und Wiesen etwa 50 rastende Störche. Die Nacht verbrachten die Weißstörche überwiegend auf den Dächern und ließen sich auch von dem nachts einsetzenden Gewitterregen nicht vertreiben. „Ich hörte sogar gegen Mitternacht noch die Störche, wie sie auf meinem Dach mit den Schnäbeln klapperten“, berichtet Mechthild Dresbach.

Am Freitagmorgen saßen die Störche immer noch auf den Dächern und betrieben Gefiederpflege. Anscheinend war die Regendusche in der Nacht erfrischend nach den Hitzetemperaturen bis 34 Grad am Vortag. In kleinen Trupps verließen dann die Vögel bis zum Mittag die Dächer und landeten auf Wiesen rund um Morsbach, um sich mit Insekten für den Weiterflug in Richtung afrikanische Winterquartiere zu stärken.

Jedes Jahr legen Weißstörche auf ihrem Zug durch Deutschland Rast im Oberbergischen Kreis ein. Meist sind es nur ein paar Stunden, bis sie ihren Flug fortsetzen. Hin und wieder, wie jetzt in Morsbach, übernachten sie aber auch hier.

In den Monaten Februar bis November sind immer wieder Weißstörche im Oberbergischen beobachtet worden. In den letzten 40 Jahren konnten dabei alleine im Raum Morsbach insgesamt 80 verschiedene Störche, Einzeltiere und Gruppen bis maximal 12 Exemplaren, gezählt werden. 2014 rasteten mehrere Dutzend Weißstörche im Raum Waldbröl, Nümbrecht und Reichshof.

Warum die Weißstörche jetzt in Morsbach gelandet sind, kann nur vermutet werden. Lisa Bauer meint: „Durch die Trockenheit haben die Störche in Norddeutschland kein Futter mehr gefunden. Die Wiesen sind trocken und verbrannt, die Teiche und Sümpfe ausgetrocknet. So haben die Vögel in diesem Jahr früher mit dem Wegzug begonnen.“ (Christoph Buchen-05.08.2022 20:44)

Weißstörche in der Kolpingstraße bei der Gefiederpflege nach der Regendusche (Foto: C. Buchen)


Weißstörche in der Kolpingstraße (Foto: Marielle Loos)


Weißstörche in der Kolpingstraße (Foto: C. Buchen)


Weißstörche in der Kolpingstraße (Foto: Marielle Loos)





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Verfasser:
Text:
Stangier , Katharina 07.08.2022

.... doch ein gutes Zeichen,
dass es zahlreiche Bestände,
wie dieses Ereignis zeigt,
in den Storchenbeständen
zu geben scheint....

... irgendwie überkommt
einen auch jedes Jahr,
wenn die A-Gänse fliegen,
so ein gutes, vertrautes
Gefühl, dass nicht alles
in der Natur-bzw.Vogelwelt
verloren ist...

tun wir dafür , was wir können
und was immer uns möglich ist,
damit auch unsere Enkel und
Urenkel diese Wunderwelt
erleben und bestaunen dürfen. !!

( nicht nur in Morsbach ...)

 


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