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18. Mai - Demo vor dem Schloss Crottorf

Bürgerprotest gegen Windindustrieanlagen

Friesenhagen/Morsbach - Die Bürger des Wildenburger Landes und der Nachbargemeinde Morsbach sind erbost: In ihrer waldreichen und naturnahen Heimat sollen sieben Windindustrieanlagen mit jeweils einer Höhe von 240 Metern errichtet werden. Außerdem sind zwei Vorrangflächen für derartige Anlagen bei Crottorf und Hohhäuschen geplant. Dagegen wollen die Bürger protestieren und planen einen Demonstrationszug von Friesenhagen zum idyllischen Wasserschloss Crottorf mit möglichst vielen Teilnehmern.

Los geht es am Samstag, 18. Mai 2019 um 13.30 Uhr. Treffpunkt ist der Festplatz in Friesenhagen an der Hauptstraße. Von dort aus wird sich der Demonstrationszug um 14.00 Uhr in Bewegung setzen und über die Landstraßen nach Crottorf führen. Für Personen, die die 2,5 km lange Strecke hin oder zurück nicht bewältigen können, wird ein Bustransfer angeboten.

Da das Haus Hatzfeldt die Waldgrundstücke für diese Windindustrieanlagen verpachten will, richtet sich der Zorn der Bürger zunächst gegen den Grundstückseigentümer. Redner werden vor dem Schloss Sachargumente gegen die Pläne des Waldbesitzers vortragen, so zum Beispiel Harry Neumann, Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. und Franz Josef Reischmann, Pressesprecher der Deutschen Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier e.V., sowie junge Mitbürger aus dem Wildenburger Land.

Die Bürger des Wildenburger Landes fordern, so eine Pressemitteilung, „keine Windkraftindustrie im Wildenburger Land, Achtung des Bürgerwillens und Wertschätzung der Natur“. Im März 2019 hatten sich bereits rund 1.000 Bürger des Wildenburger Landes mit ihren Unterschriften gegen jegliche Errichtung von Windindustrieanlagen in ihrer Heimat ausgesprochen, das sind rund 65 % der Einwohner. Mehrere Artenschutzgutachten dokumentieren, dass das Wildenburger Land wegen der dort vorkommenden seltenen Vogelarten eine Tabuzone für Windindustrieanlagen ist.

Veranstalter der Demonstration ist die Bürgerschaft des Wildenburger Landes mit Unterstützung des Bürgervereins Steeg e.V. und der Bürgerinitiative Wildenburger Land. (red.-03.05.2019 19:47)

Windrad und Vogelzug (Foto: Christoph Buchen)


Windräder im Wald (Foto: Christoph Buchen)




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VWEB 05.05.2019
Ist ja en toller Plan. Und dabei tragen die Demonstranten Plakate mit der Aufschrift: Atomkraft Nein Danke

DM 06.05.2019
Dann lieber Kohle- und/oder Kernkraftwerke?
Es gibt keinen Weg am Umstieg auf alternative Energieerzeugung vorbei! Das bedeutet, wir müssen uns mit den Nachteilen von Wind-, Wasser- und Solarenergieerzeugung anfreunden um das größere Ziel der Gesamtumstellung zu erreichen.

Christian Minski 07.05.2019
www.oberberg-heute.de/index.php?act=vp&cid=1&pid=20034

Die Straße zum Munitionsdepot wird tatsächlich doch noch Wirklichkeit, denn sie wissen nicht was sie tun. 240 Meter hoch werden sieben Windräder auf den Höhenzug gesetzt, ein lukratives Geschäft für Banker und Betreiber, eine Einnahmequelle, die eine Gemeinde oder Kommune nicht ablehnen kann, und die Grundstückseigentümer bekommen einen Preis, den sonst niemand zahlen würde. Davon abgesehen sind Windkraftanlagen nur in grosser Stückzahl effizient und dadurch sinnvoll, so ist es nur ein Geschäft für Investoren und Betreiber, staatlich unterstützt und ideale Propaganda für Ihre Zwecke:
Wer dagegen ist, ist ein Umweltgegner, denn er wendet sich gegen erneuerbare Energien.
Zunächst und auch in Wirklichkeit, ist es für uns einheimische Betroffenen das Schönste was man uns nehmen und kaputtmachen kann, die Landschaft, die das Wildenburger Land mit dem Wasserschloss Crottorf , Morsbach und Wildbergerhütte hier auf der Höhe verbindet.
Die direkte Folge ist aber auch, daß sie sich organisieren und gezwungen sind, ihre Denkfaulheit mal abzulegen, weil sie das vor allem vor Ihren Kindern zu verantworten haben, denn das wird aussehen wie ein riesengroßer Parkplatz im Dreiländereck, der aber nicht benutzt wird.
So eine Anlage von dieser Höhe benötigt eine mindestens viermal so große verdichtete Fläche, wie die, die schon da oben stehen, plus Zufahrtswege und die neue Montaplastverbindung, nicht zu vergessen.
Jetzt gilt es nur noch die Angelegenheit bis zum bereits beschlossenen Ende durchzudenken :
die ehemaligen Stollen, über 30 Stück in ihrer Anzahl, vom ehemaligen Munitionsdepot Wildbergerhütte, können nun ihren eigentlichen Zweck erfüllen, der, wie gesagt, schon immer im Nutzungsplan vorgemerkt waren:
Die kleine Endlagerstätte für diese rostanfälligen Fässer mit einer Halbwertszeit von ungefähr 20000 Jahren, hier sind sie optimal untergebracht und die Region kann sich glücklich schätzen über die zusätzlichen Arbeitsplätze.

Carpe diem

 


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